Mittwoch, 18. August 2010

MPS Telgte 2010

MPS Telgte 2010

Die Woche vorher und Freitag den 06.08.2010
In der Woche schlugen die Mails zum Thema Brandwachen in Telgte täglich ein, bei der Sicherheitsbesprechung hat der Kreis mal eben als Auflage mindestens 10 ausgebildete Feuerwehrleute gemacht, am Donnerstag Mittag gab es dann doch tatsächlich die abschließenden Informationen was letztendlich gefordert wird. Natürlich hab ich diese mail erst abends zu Hause gelesen und habe mich riesig gefreut das die geforderten Unterlagen auf der Arbeit liegen Sad

Warum zur Hölle klingelt der Wecker schon um sechs Uhr? Heute geht es doch nach Telgte, da reicht es wenn ich um halb neun los fahre und das Auto ist fahrbereit gepackt, da reicht es doch um acht auf zu stehen. Im Schnelldurchlauf werden alle geistigen Notizen abgesucht - ping - da war es, bevor es nach Telgte geht muss ich zur Arbeit ein paar Unterlagen kopieren, also raus aus den Bett, duschen und ab zur Arbeit. Die Sprüche die ich mir von den Kollegen anhören durfte erspare ich Euch hier, schnell war alles durch den Kopierer gejagt und es ging endlich nach Telgte.
Pünktlich auf dem Plan angekommen wurden erst einmal die üblichen Verdächtigen begrüßt und geschaut wie denn wohl heute die Frage der Nachbarschaft zu regeln sei. Schnell waren wir uns einig das die Ritterschaft von Sollich, die MacLeenen, Mirko (ich kann mir irgendwie nicht den Lagernamen merken), die Lageromi und ich (war es das schon?) quasi als Block aufbauen. Auf der Einteilungsrunde ließ sich Igor tatsächlich Informationen entlocken und so wussten wir das auf dem Wiesenstreifen neben der Ems wieder Heerlager geplant sind. Igor hatte noch nicht einmal seine Frage "wer will denn hier ..." zu Ende gebracht als ihm ein mehrstimmiges "WIR" entgegen schallte, sein Blick war - interessant - als dann ein Bedarf von rund 100 Metern angemeldet wurde. Zügig ging es dann an den Aufbau und zum Einkaufen, am frühen Abend fand die erste Besprechung der Brandwachen statt. Beim Aufbau stand mir irgendwie dauernd der Feuerlöscher im Weg rum, also wurde mal eben die Aktion "Waldbrandgefahr - jedem Baum sein eigener Feuerlöscher" gestartet und das Ding kurzerhand mit einem Spanngurt an Baum vorm Lager aufgehangen.



Bei der abendlichen Heerlager Besprechung gab es unter anderem die Info das aus Gründen des Lärmschutzes das übliche Programm über den Haufen geworfen sei und der Markt schon um 12 Uhr beginnt, aber im Grunde genommen ist das für mich egal, die Brandwachen sind zu einem Termin um neun Uhr verdonnert worden, da lohnt es sich ja kaum in die Felle zu kriechen, das ist kurz nach dem Einschlafen Wink
Nach dem Grillen verbrachte ich den Abend irgendwo in unserem "Wohnblock" mit guten Gesprächen, dem einen oder anderem Bierchen und einer Shisha bis es Zeit wurde ein wenig Schlaf zu bekommen.

Samstag, 07.08.10

Und da war wieder das komische Geräusch, ich werf den Wecker gegen die Wand - ach ne, das war das Handy und eine Wand hab ich auch nicht, aber wenn das Ding mitten in der Nacht um halb neun Rabatz macht, muss es irgendeinen Grund haben und ein Automatismus lässt mich aufstehen und die Zähne putzen. So langsam sickern träge Informationsfragmente durch die noch schlafenden Synapsen im Hirn und ich schleich mal vorsichtig zu den von Sollichs ob da schon Kaffee am Start ist der mich ins Reich der Lebenden holen könnte, zum Glück ist man dort die doch recht unkommunikative Artikulation eines halbschlafenden Kaffeejunkies gewöhnt und kann mir mitteilen das die braune Brühe noch etwas dauert.



Da ich mittlerweile den neun Uhr Termin realisiert habe, gehe ich dankend weiter zum Zuber und bekomme dort eine Tasse die mich munter und aufnahmefähig macht. Bei der Besprechung mit dem örtlichen Einsatzleiter werden kurz die Vorgaben besprochen und das weitere Vorgehen geklärt. Nach einem schnellen Frühstück geht es dann zur Morgenbesprechung wo Gisi ausführlich über den Behördenirrsinn referiert, auch werden die neuen Programmzeiten ausgegeben.
Der Tag vergeht recht geruhsam, ich schaffe es fast die Brettchenborte fertig zu weben. Zwischendurch schaffe ich mal eine Marktrunde und kaufe bei Susa eine Rennente die sich leider als lahme Ente entpuppen sollte.
Ebenso machte ich immer mal wieder eine Runde in Sachen Brandschutz über den Plan, aber wie nicht anders zu erwarten war gab es nichts zu bemängeln, auf Mittelaltermärkten und ganz speziell beim MPS sind alle recht sensibel was den Umgang mit Feuer angeht, die Heerlager haben nun einmal nicht grade wenig Geld und Zeit in ihre Ausstattung investiert und bei den meisten Marktbeschickern und Versorgern hängt zumindest ein Teil der Existenz an ihrem Stand. Kurz vor 20 Uhr schau ich an der Traumspektakel-Bühne vorbei um die Bühnen-Siwa zu unterstützen, schließlich wird das durch die Programmänderungen ein langer Dienst. Pünktlich um 20 Uhr startet das Intro, Horis betritt die Bühne und der Himmel beginnt zu weinen. Im Laufe des Traumspektakel der Gaukler wird aus dem Nieselregen ein echter Schauerregen, da wir zu dritt sind können wir schnell im Wechsel was zum überziehen holen. Direkt nach den Gauklern gab es das Nachtkonzert meiner absoluten Lieblingsband - Salatio Mortis, dummerweise habe ich vergessen Ohrenstöpsel ein zu packen Sad und da viel Pyro geschossen wurde mussten wir an der Bühne stehen.
Aber auch das war irgendwann überstanden und es ging zum Traumspektakel der Feuerkünstler, wirklich ganz nett was die dort zeigen. Um 22:58 machte Horis dann die Abmoderation von Traumspektakel und wir waren nach drei langen Stunden erlöst. Das ich nicht an der Pest teilgenommen hab wird wohl niemanden verwundern Wink
Bedingt durch das nicht wirklich trockene Wetter hab ich meine Feuerstelle aufgegeben - das Holz schwimmt zwar in der Grube will dabei aber zum verrecken nicht brennen Wink Aber zum Glück hat die Lageromi ihr Feuer unter den Sonnensegeln in Gang gehalten und so ist der Abend gerettet.
Auch dieser Abend klang ruhig bei guten Gesprächen, Bier und Shisha aus und irgendwann ging es in die Felle.
Achja, der Feuerlöscher hängt immer noch am Baum, anscheinend hat keiner das Ding wirklich wahrgenommen oder wenn doch dann nichts gesagt.

Sonntag 08.08.10

Obwohl der Markt am Sonntag eher auf macht, konnte ich länger schlafen als gestern und ging mit Kaffee und einer Stulle zur Morgenbesprechung und im Anschluss zum Entenrennen. Leider war meine Ente weder unter den ersten zehn noch war sie letzte, den Sonderpreis hätte ich gerne abgegriffen Very Happy
Nach dem Marktbeginn ging ich zusammen mit der Lageromi beim Zuber einen Kaffee trinken - hoffendlich stellen die 'Kids' im Wohnblock nichts an wenn die Senioren unterwegs sind Very Happy
Was dann kam war ja mal wieder typisch, kaum angekommen fing es an zu regnen was ja prinzipiell egal ist solange noch Kaffee in der Tasse dampft. Aber statt weniger wurde der Regen immer stärker und ein Aufklaren war erst einmal nicht zu erwarten, also Augen zu und durch - und dann direkt trockene Klamotten anziehen und das nasse Zeug aufhängen. Auch heute ist meine Feuerstelle wieder abgesoffen und wir haben uns da drauf beschränkt die Feuerstelle unterm Sonnensegel zu befeuern.



Am Nachmittag war dann eine Runde zubern angesagt und zwischendurch noch ein paar Bilder geknipst. Später wird dann das Zelt entkernt und pünktlich zum Abbau steht nur noch die Zelthaut und drinnen die fertig gepackten Kisten. Zwischenzeitlich hab ich mit dann das "Ritterturnier" am Sonntag angesehen, wohlgemerkt am Familientag! die Darsteller von Ars Equitandi hatten sich in Lack, Leder und Rockeroutfit geschmissen und gaben eine Nummer mit harter Musik, einem besoffenen Herold mit Bierflasche in der Hand und ausschweifender Fäkalsprache. An und für sich die beste Nummer die ich von denen gesehen habe, aber definitiv nichts für diese Veranstaltung, weder Mittelalter, noch Fantasy geschweige denn Familienfreundlich. Ich frag mich echt wer so etwas eingebucht hat Sad
Irgendwann war es dann auch so weit das der Abbau los ging und um halb acht fielen die Sonnensegel und Zelt um acht wurde das Auto geholt und beladen. Achja, der Feuerlöscher hing immer noch und wurde ganz zum Schluss abgenommen und eingepackt. Zu Hause wurden nur die Zelte und Sonnensegel ausgepackt und aufgehangen, der Rest hat Zeit bis morgen.

Es ehrt mich das sich die Lageromi geehrt fühlte neben mir aufgebaut zu haben und es ist mir eine Ehre neben einer so ehrenvollen Nachbarin das Wochenende verbracht zu haben Wink

Montag, 16. August 2010

MPS Karlsruhe 2010

MPS Karlsruhe 2010

Die Woche vorher und Freitag, den 30.07.2010 - "Aber manchmal, manchmal kommt es ganz anders als man denkt II"

Die Woche war zwar kurz aber hart, nach dem Urlaub wieder in die Tretmühle zu gehen ist schon heftig und so nahm ich dann kurzfristig das Angebot von Fritz und Mira an mit ihnen zusammen in Karlsruhe zu lagern. Donnerstag Abend wurde dann der Seesack gepackt und Freitag ging es Mittags direkt von der Arbeit in Richtung Norditalien.
Oh Wunder, der Bus war pünktlich und es gab keine Probleme die Bahn nach Düsseldorf zu ereichen und auch dort reichte die knappe Übergangszeit für den Zug nach Köln und noch ein Wunder, auch dort passte die Verbindung und ich konnte mich bequem auf den Boden im überfüllten Zug setzen. In Karlsruhe angekommen machte ich mich auf die Suche nach der S Bahn Richtung Schloss, laut Beschilderung soll die vor dem Bahnhof halten - hmmm, seltsam, da halten doch nur Straßenbahnen. Am Infoschalter teilt man mir dann mit das die S-Bahnen wie Tram-Bahnen aussehen und auf den selben Strecken fahren - ah, ja, ok. Bis die nächste Bahn kommt hab ich genügend Zeit bei einem großen Fast Food Versorger ein Häppchen einzuwerfen. Mit der "S-Bahn" geht es dann bis vors Schloss und nach einem kurzen Fußweg war der Plan erreicht, nach einem kurzen 'huch, ist das klein' folgte ein 'hmm, könnte gemütlich werden' und nach genauerem Hinsehen wurde daraus ein 'oha, das wird laut'. Direkt in der Schallrichtung der Traumspektakelbühne stand das Lager, aber egal, werden wir schon überleben ;)



Nach der Begrüßung war das Zelt schnell aufgebaut und es ging zum Einkaufen.
Zum traditionellen Grillen hatten wir zum Glück Holzkohle, Brennholz hatten wir keines mehr abbekommen und mussten erst durch die einzelnen Heerlager betteln gehen, auch die Ansage von Igor bei der Heerlagerbesprechung zu dem Thema machte es nicht wirklich einfacher Holz zu bekommen. Nach einem gemütlichen Abend ging es dann recht früh in die Felle, die morgendliche Arbeit und das lange im Zug rumhängen forderte Tribut.

Samstag morgens war die Nacht früh zu Ende, zum einen war es ja gestern nicht so spät wie üblich und zum anderen schien die Sonne genau aufs Zelt so das es hell und warm wurde. Da ich nun einmal wach war und bei den Bedingungen nichts mehr mit weiter schlafen war ging ich mal los frische Brötchen holen - einfacher gesagt als getan, erst einmal muss man eine Bäckerei finden ;)Zwischen Schloss und Innenstadt standen vor einem Gebäude gelangweilt einige Herren in grünen Uniformen rum, die sollten doch wissen wo man hier einen Bäcker findet. Freundlich erklärte mir der Beamte das ich es mal die Straße weiter durch versuchen sollte und auf Nachfrage erfuhr ich dann auch, das er das Bundesverfassungsgericht bewache - hmm, so ein Gericht hätte ich doch in einen ehrwürdigeren Gebäude vermutet. Gut gelaunt, klar, an einer Bäckerei gibt es ja meistens frischen Kaffee, kam ich auf dem Plan an und tatsächlich krochen bei uns die nächsten aus den Zelten. Schnell war der Frühstückstisch gedeckt und alle versammelt - ach ja, noch dabei waren Markus, Fr. Dr. Pest und ihr Jan. Das Frühstück wurde dann irgendwie zu einer richtigen Tafelei, Markus packte seine Harfe aus und fing an zu spielen (er nannte es üben, aber das war für mich doch schon viel mehr). Im Anschluss ging es dann flott zum Zuber, mal eben nachsehen ob die Kaffeemaschine schon am Start war, in der Wartezeit bis zur ersten Tasse mal eben fix die Klappen aufgemacht und die Treppe eingehangen, irgendwie ist die Konstruktion für den "Frauenzuber" noch zu schwierig zu handhaben.



Bei der Morgenbesprechung sprach Gisi dann auch das Problem der Auflagen an, die jetzt nach dem Loveparade-Chaos überall gemacht werden, für Sierhagen benötige er dringend noch ausgebildete Feuerwehrleute die die Veranstaltungsbrandwache übernehmen und auch für Telgte sei so etwas vermutlich zu erwarten, am Dienstag (der Dienstag in der Aufbauwoche!) soll eine kurzfristig anberaumte Sicherheitskonferenz in Telgte stattfinden. Echt toll, irgendwo passiert etwas und alle Behörden drehen erst einmal am Rad, aber wenn es denn sein muss und bevor die Veranstaltung eventuell sogar abgesagt wird hab ich mich mal bei Susa angemeldet.
Der ganze Tag verlief dann recht ruhig, ich hatte den ganzen Brettchenwebkram mit und zum ausprobieren eine Bodenhülse in die der Webkamm passt, das ganze hat auch gut funktioniert und schnell war ein neuer Meter Borte fertig. Wirklich interessant, die Leute bleiben stehen und gucken, trauen sich aber nicht Fragen zu stellen, man muss sie wirklich ansprechen und dann kommt man aus dem Erklären nicht mehr raus ;)
Mittags gab es dann die Bergsträßer Variante vom Metgulasch, auch richtig lecker, zum mischen hab ich dann schnell wieder einige unterschiedliche Becher Met geholt und hinterher eine Portion zum probieren vorbei gebracht, es scheint geschmeckt zu haben.
Meine Befürchtung hat sich übrigens bewahrheitet, wenn Vermalledeyt oder Salatio auf der Bühne stehen, versteht man im Lager sein eigenes Wort nicht mehr, zu blöd das ich die Ohrenstöpsel vergessen hab. Abgesehen von einigen Kaffeerunden hab ich fast den gesamten Tag im Lager gesessen und an der Borte gearbeitet. Wie sich zwischendurch herausstellte wurde unser Zubern nach der Pest abgesagt, weil die Abwasserentsorgung nicht so funktioniert wie sie soll, wenn sich das bessert, können wir am Sonntag Mittag rein, und wir sollten doch trotzdem noch abends auf ein Getränk vorbei kommen.
Und dann hab ich mich doch wieder mal dazu durchgerungen bei der Pest mit zu machen, was ich ja eigentlich nicht mehr wollte. In unserem Lager war dann eine Station, vier Hübschnerinnen aus dem Tross saßen bei uns und ich rief den Medicus und den Hauptmann herbei weil sie krank aussahen, husteten und nicht mehr arbeiten wollten. Recht rüde warf ich sie hinaus, eine direkt dem Medicus vor die Füße und wurde dann im Anschluss direkt mit in den Kader gesperrt weil ich sie ja angefasst hatte. Und was dann kam, war mal wieder sowas von typisch für diese Saison, die Pest wird immer als eine der großen Attraktionen angepriesen für die die Besucher sogar Nachts extra nochmal herkommen, warum wird dann die Pest nicht auch dementsprechend in der Planung berücksichtigt? Immer wieder muss die Pest später anfangen wenn das Programm hängt, darf aber kein bisschen überziehen sondern eher das Gegenteil, die "netten" Krachmacher von Salatio Mordis fingen ihr Nachtkonzert einfach mal drei Minuten früher an, genau in die Abmoderation von Horis rein - echt zum kotzen :(
Nach diesem unerfreulichen Abschluss machten wir uns auf zum Zuber und irgendwann am nicht mehr ganz so frühen Morgen ging es in die Felle.

Huch, schon wieder warm und hell
auch diese Nacht war früh zu Ende. Nach dem Frühstück hab ich schnell meine Klamotten zusammen gepackt und dann ging es auch schon zur Besprechung und zur Markteröffnung. Unser Marktvogt war anscheinend nicht so gut drauf, alle guten Vorlagen von Horis wurden ignoriert, selbst als einer der Helfer zusammengebunden und mit einem Schild um den Hals von Gisi auf einer Karre vor die Bühne gestellt wurde gab es keine Reaktion und das Standartgelaber wurde durchgezogen - sorry Ede, du solltest mal etwas flexibler und spontaner werden oder mal so langsam als Marktvogt abdanken.
Mittags gab es dann die aufbereiteten Reste vom Vortag, auch wieder richtig lecker und da wieder einiges übrig war, winkten wir einen vorbei kommenden Schlagwerker herein, den man ansehen konnte das er grade auf der Jagd nach etwas essbaren war. Durch diese heldenhafte Tat retteten wir dann den Auftritt der Schelme, denen sonst Patrik glatt verhungert wäre :-D
Zwischendurch waren dann Mira und ich noch ganz gemütlich eine Runde zubern, zum Glück war das mit dem Abwasser geregelt worden.
Und dann wurde es für mich auch so langsam Zeit an den Heimweg zu denken, mit Sack und Pack ging es zur "S-Bahn" und damit zum Bahnhof, dort schnell eine Portion fastfood und ab in den Zug nach Köln, zum Glück ist man ja an das Sitzen auf dem Gang gewöhnt. Trotz Verspätung hab ich in Köln den Anschluss erreicht und konnte dann am frühen Morgen ins Bett fallen.

Dienstag, 10. August 2010

MPS Dortmund 2010 - die Woche vorher

Nach dem MPS in Wassenberg hat alles auf dem Dachboden zum lüften und durchtrocknen gehangen und ist nach und nach direkt in die Kisten verschwunden. Am Montag standen alle Kisten und Säcke transportfertig auf dem Dachboden gestapelt und mussten nur noch ins Auto geladen werden.
Für das Wochenende haben sich nicht nur viele Tagesbesucher angesagt, da sie ihren Prüfungsstress hinter sich hat will Sam runter kommen und mitlagern. Irgendwie hab ich ursprünglich für Dortmund ja keine freien Tage eingeplant und so musste ich irgendwie schauen das ich frei bekomme und zwar direkt 4 Tage. Nach einigen jonglieren mit Freizeitkonto, Freischicht und Gleitzeit klappte es tatsächlich und auch die vergünstigten Spezialtariftickets für die Züge waren noch zu haben. Passt doch alles, Donnerstag morgens früh zum abholen nach Schleswig und direkt gegen 11 wieder zurück nach Essen, einen gemütlichen Abend machen oder ins Pulp gehen, Freitag morgen fix in Dortmund aufbauen und abends in die Matrix. Sonntag abend oder Montag morgen abbauen und einen gemütlichen Tag am Baggersee oder in der Sauna machen und Dienstag mittag wieder nach Schleswig und zurück. Tja, und dann kann ich eigentlich nur unseren Horris als Nachtwächter bei der Pest zitieren: "Aber manchmal, manchmal kommt es ganz anders als man denkt."
Am Anfang der Woche erfuhr ich das Sam mit einer Pneumonie flach liegt und nicht nach Dortmund kommen kann. Also schnell wieder versuchen alles umzuschmeißen, die Freien Tage am Donnerstag und Dienstag hab ich zurückbuchen lassen, leider ging das bei den Fahrkarten nicht, Rückgabe, Umtausch oder Storno nicht möglich Sad


MPS Dortmund 2010 Freitag, 18.06.

Hmm, was ist das denn für eine seltsame Zeit für den Wecker? irgendwie viel zu spät für die Arbeit, und für Markt eigentlich auch, achja, heute muss ich ja quasi nur um die Ecke, in 20-25 Minuten sollte ich es zum Plan schaffen. Dann mal ganz gemütlich aufstehen, Frühstücken. Kaffee zum mitnehmen kochen und nach Dortmund schaukeln.
Rechtzeitig ist der Plan erreicht und die ersten Bekannten begrüßt. Schnell ist mit der Lageroma und den MacLeenen geklärt welchen Platz wir gerne hätten und pünktlich um kurz nach zehn beginnt Igor mit der Platzvergabe. Da man ja lernfähig ist haben wir direkt mit mehreren Leuten gerufen und haben das ausgesuchte Stück im Wald bekommen. Schnell waren Zelte und Sonnensegel aufgebaut und dann wurde der Wald gefegt - naja nicht ganz, aber im Bereich der Feuerstelle und der Sitzecke unterm Sonnensegel musste das Laub weg und da hatte sich eine bestimmt 15-20 cm hohe Schicht angesammelt. Am Nachmittag ging es ganz entspannt zum Einkaufen, da die deutsche Mannschaft am Nachmittag spielt sind die Geschäfte wie leergefegt Smile
Zurück auf dem Plan werden die Grillkohlen angeheizt und schnell was vor der Besprechung gefuttert. Neues hatte Igor nicht zu Berichten aber wegen der Info zur Burgerstürmung zog sich die Heerlagerbesprechung wieder hin. Zum Glück war anschließend noch genügend Glut für die zweite Grillrunde vorhanden. Irgendwie bin ich überhaupt nicht mehr dazu gekommen jemanden zu Besuchen, bis in den späten Abend haben die Lageromi, Sandra, Ossi und ich zusammengesessen und gequatscht, bis es Zeit wurde in die kuscheligen warmen Felle zu kriechen.



Irgendwie hänge ich mit den Berichten aus mehreren Gründen total hinterher, zum einen fehlen mir die langen Zugfahrten bei denen ich sonst schon mal die Rohfassung geschrieben habe, zum anderen habe ich mir auch noch das Lappi geschossen und zum dritten war ich zwischendurch ein paar Tage an der Nordsee und hatte da keine Lust am Strand oder auf dem Campingplatz den alten, schweren uralt Ersatzlappi auszupacken und letztendlich hab ich irgendwie grade einen Tiefpunkt was kreatives Schreiben angeht. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine Kurzfassung vom restlichen Dortmund, meinem Urlaub mit Hörnerfest, Lager in Roveenas Garten, Heider Marktfrieden, Köln und eventuell Karlsruhe.


Dortmund, die Fortsetzung
Nach einer ruhigen Nacht und einem stärkenden Kaffee gab es bei der morgendlichen Besprechung nicht so wirklich viel neues, außer das Gisi erklärte das in diesem Jahr auf vielen Veranstaltungsflächen weniger Heerlager aufbauen und zum Glück ein Großteil der Klein- und Kleinstlager weggeblieben sei weil ja die meisten von denen eh nur aufbauen um den Eintritt zu sparen und nur saufen und sich nirgendwo beteiligen Sad
Achja, es gab richtig stilvolles Frühstück, Steak im Brot und als 2. Frühstück Rührei Smile
Für Dortmund hatte sich wirklich reichlich Besuch angekündigt und ich habe mich riesig gefreut das Flo und Manja tatsächlich von Süditalien nach Dormund gekommen sind, auch Rhiannon und Silentia trafen kurz nach der Markteröffnung ein und zählten ebenso wie Lady Lilith mit ihrem Mann und meinem Lagerhund zu den gern gesehenen Gästen in meinem Lager. Auch für Jutta findet sich immer ein Platz im Lager um sich mal in Ruhe zu setzen und den Füßen Erholung zu gönnen. Bei so viel Besuch verfliegt natürlich die Zeit wie im Fluge und schon stand die Pest vor der Tür, wie so oft war ich als Ausleuchter dabei, irgendwie verlief diesmal alles recht chaotisch und als bei der Turmszene der Hauptmann mit gegürtetem Schwert einen meiner Ausleuchter fast umwarf und mich mit seiner Plattenrüstung anrempelte war ich ganz kurz davor die Brocken hin zu schmeißen, verdammt noch mal, wofür wird bei der Pestbesprechung denn gesagt das Waffen und Rüstungen bei der Pest nicht zu suchen haben.
Nach der Pest stand noch Zubern auf dem Programm, aber irgendwie war es einfach viel zu kalt und zu zugig so das wir schon nach rund einer halben Stunde wieder raus sind. Flo und Manja machten sich dann auch auf dem Heimweg und ich bin dann wieder am nachbarschaftlichen Lagerfeuer versackt.
Nach einer ruhigen Nacht und einem kurzen Frühstück wurde es auch schon Zeit für die Besprechung, danach schnell in die Gewandung geschmissen und alles vorbereiten, für heute hat sich die Familie zum Waffelnessen angesagt, bis zum eintreffen von Oma und meiner Ma mit Freund hatte ich auch tatsächlich eine annehmbare Metmischung für die Waffeln zusammengemischt - schnell noch mal probieren ob das auch wirklich so geht Very Happy scheint auf jedem Fall gepasst zu haben, ist keine einzige Waffel übrig geblieben. Auch heute ist die Zeit einfach nur so geflogen, das Waffeln machen ist doch immer recht langwierig und auch Besuch gab es reichlich, neben meiner Familie waren wieder Lady Lilith mit Mann und Hund da und auch einige der Mittelalterfreun.de schauten kurz vorbei. Und schon war der Markt zu Ende, ich hab es noch nicht einmal geschafft die obligatorische Fotorunde zu machen und hab somit nicht den kompletten Plan gesehen. In aller Ruhe ging es an das erste zusammen räumen und Kisten packen. Abends wurden alle Reste weg gegrillt und noch einige zeit gemütlich geschnackt. Nach einer Ruhigen Nacht ging dann der morgendliche Abbau schnell von der Hand und zu Hause wurde dann alles zum trocknen und lüften gehangen.

Zum zusammenräumen und Kisten neu packen hatte ich dann richtig viel Zeit, zwei Wochenenden ohne einen Markt, naja, fast, am Donnerstag den 8.7. ging es in den Urlaub, früh am Morgen ging es Richtung Norden, Ziel ist das Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen, und das Wetter meinte es wirklich gut, schon direkt bei der Abfahrt sind offenes Fenster und Schiebedach angesagt. Von einigen Staus und Baustellen abgesehen bin ich gut und fast planmäßig angekommen und machte mich zusammen mit den anwesenden Sub Divos daran das Lager und vor allem die Sonnensegel aufzubauen. Im Anschluss ging es dann schnell nach Elmshorn zum einkaufen, war irgendwie total witzig, als ob die da noch nie jemanden in schwarz gesehen hätten Very Happy
Traditionell wurde abends gegrillt und lange bei schönstem Wetter am Lagerfeuer geschnackt bis es irgendwann mal in die Felle ging. Morgens war dann nichts mit lange schlafen, nicht das irgendein Programm anstand oder draußen Radau war, nein, schon ganz früh am morgen brannte die Sonne und machte aus dem Zelt eine Sauna. An diesem Freitag begann dann gegen Mittag das Festival und als persönliches Highlight traten 'schottischen Holländer' auch als Rapalje bekannt auf. Insgesamt war der ganze Tag recht entspannt, ich hatte sogar Zeit die Brettchen zu schären und mit einer Borte für die Weste zu beginnen, es blieb allerdings bei dem Beginn, mehr als 20 cm habe ich nicht geschafft, es war die Tage so heiß das es einfach schon anstrengend war die Brettchen zu drehen Wink Lange nachdem die letzte Band auf der Bühne endlich Ruhe gegeben hat (wer 2008 beim MPS in Schleswig war, weiß wer das Publikum gequält hat) ging es dann in die Felle.



Auch am Samstag morgen trieb mich die Wärme aus dem Zelt, man konnte schon recht früh erahnen was der Tag an Hitze bringen würde. Als Tagesbesucher waren heute Steffi und Paul die mit dem Fahrrad gekommen sind und Sam dabei. Irgendwie wurde es dann so warm das jede größere Anstrengung zur Qual wurde, die Sanis haben im Schatten 41 Grad gemessen. Zum Zeitvertreib haben wir mal den Spieß umgedreht und fleißig die Besucher die am Lager vorbei gingen fotografiert, die Ergebnisse sind auf myspace zu bewundern. Am Abend spielte als vorletzte Band Feuerschwanz, nicht ganz so meine Musik, aber eine ganz witzige Bühnenshow. Nach einem längeren Schnack am Lagerfeuer ging es dann gegen 4 Uhr in die Felle.
*flap* *flap*
was ist denn nu los?
*kram* 6 Uhr????? ganz schön windig, aber noch nicht so schlimm, schön mal weiterschlafen.
*klapper* *klapper* Mist, 6:15 Uhr?? da scheppern die Laternen am Sonnensegel mit, jetzt doch mal aufstehen und nachsehen.
Der Wind ist ziemlich böig und die Sonnensegel schlagen ganz gut, zusammen mit Thundur dann ganz schnell zwei Sonnensegel runter genommen. Zum Glück hat sich das Wetter dann wieder beruhigt und es sollte erst gegen Mittag ein Unwetter geben. Der Veranstalter hat dann das Tagesprogramm Markt und Lager gestrichen und alle aufgefordert rechtzeitig ab zu bauen. Nach dem Frühstück legten wir dann los und gegen 11 war alles verstaut und als letzter der Gruppe fuhr ich dann los und grade auf der Autobahn angekommen gab es heftigsten Regen.

Zum Glück hielt das Wetter nicht lange an und als ich in Nordmeldorf den Campingplatz erreichte war es schon wieder trocken. Schnell war das moderne Iglu Zelt aufgebaut und ein Abstecher nach Büsum gemacht, schön das in den Touristenorten die Geschäfte Sonntags geöffnet haben. Nach einem kurzen Besuch bei Roveena ließ ich den Abend ganz gemütlich bei einem Bier, einer Shisha und einem guten Buch ausklingen.
Die nächsten Tage hab ich dann in aller Ruhe angehen lassen, zumeist in Büsum am Strand, ganz entspannt bei einem guten Buch die Sonne genießen. Zwischendurch hab ich dann einen halben Tag Kultur eingeschoben, Landesmuseum Meldorf, Stadthistorisches Museum Heide und was da so auf dem Weg lag. Leider war zum Thema Mittelalter nicht wirklich viel zu finden, das Archäologische Museum deckte den Zeitrahmen bis zum Mittelalter ab und alle anderen begannen bis auf ganz wenige Exponate frühestens am Ausgang des Spätmittelalters.
Bis auf den Montag Abend war das Wetter einfach nur hervorragend, da zog dann Abends bei leicht ablandigen Wind von See eine schwarze Unwetterfront landeinwärts. Schnell wurden alle Strandsachen zusammen gepackt und schnell zum Campingplatz gefahren, zum Glück grade rechtzeitig genug um festzustellen warum ich das Iglu Plastikzelt nicht mehr benutzen wollte und eine Plane da drüber zu werfen. An nächsten Morgen hab ich dann mal meine Mittelalter-Baumwoll-Hundehütte aufgebaut, die ist wenigstens dicht Wink ... und der absolute Hingucker auf einem Campingplatz.

Donnerstag Morgen war dann erst einmal Umbau angesagt, alles abbauen und bei Roveena im Garten wieder aufbauen. Nach und nach trafen die Krähen auf und es entstand ein kleines nettes Lager im Garten inmitten einer Wohnsiedlung.



Am Abend war eine erste Runde Marktfrieden angesagt und so fuhren wir zum Teil in Gewandung, zum Teil in schwarz nach Heide. Vom Parkplatz aus ging es durch die Einkaufsstraße zum Markt, die Leite haben geschaut als hätten sie nicht mitbekommen das in Heide ein Mittelaltermarkt stattfindet Very Happy Nach einer ersten Runde über den Plan ging es zurück in den Garten wo der Abend dann recht langsam bei dem einen oder anderen Bier ausgeklungen ist. Auch die nächsten Tage besuchten wir immer wieder den Marktfrieden und relaxten im Garten, insgesamt muss ich feststellen, wenn man gewohnt ist mit dem Heerlager aufzubauen, dann kommt man sich als Besucher irgendwie recht fehl am Platz vor, man hat einfach keine Möglichkeit mal seine Sachen wegzulegen oder einfach mal unter Sonnensegel zu sitzen und die Besucher zu beobachten. Nicht desto Trotz hatten wir unseren Spaß und beim Zubern sind sogar einige Spannertaler zusammen gekommen was man von Heide ja gar nicht kennt Wink Zum Abschluss des Wochenendes fuhren wir nach dem Abbau zur Dusenddüwelswarf und machten dort nette Fotos.



Nach einem letzten Besuch auf dem Marktfrieden fuhr ich wieder zum Campingplatz und baute dort noch einmal für zwei Tage mein Zelt auf.
Nach zwei Tagen Erholung am Strand ging es dann Dienstag Nacht in Richtung Heimat.

Nach einer Runde auspacken, waschen, trocknen, lüften und einpacken ging es dann Freitag morgen nach Köln. Grade eben rechtzeitig zur Platzverteilung traf ich ein und wurde schon ungeduldig von unserem Herzog erwartet, nach langem hin und her und pokern bekamen wir dann auch einen Platz der unseren Ansprüchen gerecht wurde. Nach dem flotten Aufbau ging es dann zum Einkaufen, Bier, richtiges Bier, hab ich zum Glück von zu Hause mitgebracht und so blieb dieses Jahr den Kölnern die Blamage erspart Wink Der Abend klang dann recht gemütlich bei der Ritterschaft von Sollich aus bis es Zeit wurde in die Felle zu kriechen.



Der Samstag verlief recht entspannt und eigentlich so wie immer, leider hing der Zeitplan mal wieder so das das Nachtkonzert schon während der Abmoderation begann, eigentlich kein Problem, es wahr kaum zu hören, ärgerlich war halt das endlich mal die Schelme ein Samstag Nachtkonzert spielen und ich es mir ansehen wollte - also nach den letzten Worten von Horis die Beine in die Hand genommen und ab zur Bühne. Das Konzert war echt der Hammer, erheblich besser als das was sonst Salatio Samstags abliefert Very Happy Nach den Konzert saßen wir noch recht lange im Lager der Sollichs zusammen bis es Zeit wurde die Felle zu suchen.
Der Sonntag war irgendwie durchwachsen, immer wenn ich grad mal Zeit und Lust hatte in den See zu springen, war das Wetter nicht wirklich einladend und tatsächlich, rund eine Stunde vor dem Marktende fing es an zu Regnen und hielt sich dann auch dran, wäre ja auch zu schön gewesen alles trocken nach Hause zu bekommen.
Also war zum Markt- und Urlaubende mal wieder volles Programm angesagt, auspacken, trocknen, waschen, aufhängen.
Trotz dem unfreundlichen Abschluss war es ein schöner und auch erholsamer Urlaub, und jetzt erst einmal ein paar Tage Erholung vom Urlaub Wink Telgte, wir kommen!

Sonntag, 13. Juni 2010

Award



Im laufe der Zeit habe ich mittlerweile viele Menschen, Gruppen und Webseiten kennen gelernt die in irgendeiner Form mit dem Mittelalter zu tun haben und - zumindest für mich persönlich - aus der Masse herausragen, sei es durch einen netten persönlichen Kontakt, eine besonders gute Darstellung oder eine gutgestaltete informative Seite.
Diese Menschen, Gruppen und Webseiten möchte ich hervorheben und Euch auf meiner Seite näherbringen, deswegen werde ich in unregelmässigen Abständen “Toghans Award” verleihen und ausführen wer diesen aus welchem Grund erhalten hat.




Beim Dithmarscher Krähenvolk habe ich meinen ersten Mittelaltermarkt als Teilnehmer erlebt und es hat von Anfang an funktioniert. Die Gruppe ist in ihrer Zusammensetzung so unterschiedlich wie es nur sein kann, von der Darstellung über die Ausstattungen bis hin zur Altersstruktur, genau so unterschiedlich sind die Charaktere - aber es passt zusammen, “die Chemie” stimmt einfach und es macht immer wieder Spass gemeinsam ein Wochenende zu verbringen oder in der Zeit zwischen den Märkten den Kontakt durch Besuche oder Forenaktivitäten zu halten.
Aus diesem Grund bekommt das Dithmarscher Krähenvolk den ersten “Toghans Award” verliehen.
12.06.2010




Der zweite “Toghans Award” geht an Goschi und nicht nur an ihn.
Der Award geht auch gleichzeitig an seine gesamte Sippe die man immer gerne mal besucht. Das Lager Tagarod ist einfach herausragend, mit hoher Sachkenntnis und viel Liebe zum Detail gestaltet. Zu Recht bleiben die Besucher - an geflochtenen Lagerzaun - stehen und staunen was dort aufgebaut wurde - aber lange bleiben sie dort nicht alleine, schnell ist ein Mitglied der Sippe zur Stelle um Fragen zu beantworten.
Weiterhin betreibt Goschi ein Forum zum Thema Mittelalter und MPS. Dort hat sich eine Community gefunden die tolerant und offen, teilweise kontrovers über alle möglichen Themen diskutiert aber dabei sachlich und freundlich bleibt. Somit geht dieser Award ebenso an die User in Goschis Forum.
12.06.2010

Dienstag, 8. Juni 2010

MPS Wassenberg 2010 - Sonntag, 30.05.2010

wo kommt denn die Musik her?
und das mitten in der Nacht?
das ist doch *tast* um die Zeit? *such*
ah, da ist ja das Handy
Um 8 Uhr morgens schmeißt mich ein gutgelaunter Flo aus dem Reich der Träume und versucht mir irgendwie klar zu machen das sie sich jetzt gleich ins Auto setzen und nach Wassenberg fahren - hä? Bahnhof?
Irgendwie bin ich nicht wirklich gesprächig und es dauert ein wenig bis ich verstehe wer warum mit mir über was redet. Mühsam quäle ich mich unter den Fellen hervor und wage einen vorsichtigen Blick nach draußen - hmm - mal die Hand rausstrecken, - hmmmm - , mal überlegen, was war für heute angesagt? - hmmmmmm - . Nachdem sich die Gedanken in halbwegs geordneten Bahnen bewegen erkläre ich Flo das das Wetter nicht wirklich toll ist und im laufe des Tages eine Verschlechterung angesagt ist und der Plan nicht wirklich angetan ist besonders lange zu verweilen, ich würde bei solchen Voraussetzungen nicht unbedingt insgesamt 700 km fahren wollen und schlage vor dann doch eher als Besucher in Dortmund aufzuschlagen. Nach kurzer Beratung mit Manja entschließen sich unsere 'Italiener' zu Hause zu bleiben und haben es genau richtig gemacht, den ganzen Tag über gab es immer wieder Regenschauer - brrrrr.
Aber noch war es trocken - und ich wach, also raus und frühstücken, zum Glück gibt es bei meinem Lieblingsmarktstand schon Kaffee, herrlich, wenn die braune Brühe einen langsam in einen Menschen verwandelt.
Die morgendliche Besprechung war so schnell abgehandelt das mich unser Elbenlord nur ganz entgeistert anguckt und feststellt das die Besprechung noch nicht einmal lang genug war um die Kaffeetasse leer zu trinken Smile
Die Markteröffnung war eine von vielen ohne Besonderheiten und zum Glück im trockenen und schnell überstanden. Bei der Planbeschau habe ich dann mal die Lagerwache übernommen und weil es gestern so gut angekommen ist hab ich noch mal die Pfanne auf das Feuer gestellt und die restlichen Eier als Rührei gemacht.
Nach dem Essen stand erst einmal nichts weiter auf dem Programm und ich nutzte die Zeit für die schnelle obligatorische Fotorunde, naja, schnell war es nicht wirklich, immer wieder ergaben sich Gelegenheiten um einen Schnack zu halten und gar merkwürdige Gestalten zu betrachten.



Am Nachmittag fing ich an das Zelt zu entkernen und alles transportfertig in die Kisten zu packen so das dann nur noch Zelt und Sonnensegel fallen und alles ins Auto gepackt werden musste.
Als Ausklang hab ich mir dann wieder das Abendkonzert der Schelme gegönnt die trotz etwas sturem Publikum eine klasse Show abgeliefert haben, wirklich genau das richtige um einem Markt ein schönes Ende mit zu geben. Leider war das Ende nicht ganz so schön, bei den letzten Stücken verdunkelte sich der Himmel und es kam Wind auf so das ich tatsächlich noch während des Konzertes wieder zum Lager geeilt bin um nach dem Rechten zu sehen, zum Glück standen Zelt und Sonnensegel so wie sie sollten, aber ringsum hat eine heftige Sturmböe dicke Äste von den Bäumen gerissen und Zelte sowie Sonnensegel umgeschmissen Surprised
Schnell wurde dann zum Marktende die Feuerstelle gelöscht und verschlossen und das Auto geholt und beladen, kurz vor neun war ich startbereit und musste abwarten, da die Wege teilweise überbaut waren und geschickter weise ein Weg mit Bussen und abgebautem Thekenmaterial zugestellt wurde musste ich warten bis die anderen in der Reihe vor mir alle gepackt hatten und so ging es dann gegen halb Zehn nach Hause. Dort wurden nur schnell Zelt und Sonnensegel aufgehangen, der Rest musste bis zum nächsten Tag warten.
Irgendwie ist mir bei dem wetterbedingten Schnellabbau ein Zeltsack abhanden gekommen, sollte der irgendwo aufgetaucht sein würde ich mich über einen kurzen Hinweis freuen.

Freitag, 4. Juni 2010

MPS Wassenberg 2010 - Samstag, 29.05.2010

MPS Wassenberg 2010 - Samstag, 29.05.2010

*gähn* was hat mich denn geweckt? hm, garnichts? sollte ich tatsächlich mal ausgeschlafen haben?
Vollkommen relaxt steh ich auf, besuche das blaue Wunderland und mach mich ans Frühstück, danach bleibt noch reichlich Zeit um das Lager Besuchertauglich herzurichten und mit den Nachbarn ein Schwätzchen zu halten. Die Morgenbesprechung war absolut untypisch, Termine ansagen, Neuigkeiten in Kurzform und das war es. Die Pestbesprechung hab ich mir nicht angehört, hab mich darauf beschränkt Fr. Dr. Pest zu sagen das sie mich da einplanen kann wo Leute fehlen.
Auf dem Weg zur Markteröffnung stelle ich fest das dieses wohl der Markt der langen Wege wird. Treffpunkt für die Markteröffnung ist an der Heroldsturmbühne die sich durch den nicht vorhandene Heroldsturm auszeichnet, irgendwie wird das nebenbei auch der Markt der fehlenden Sachen, irgendwie hab ich beim Rundgang über den Plan kein einziges Gisi-Sonnensegel gesehen, obwohl für Samstags Sonne und für Sonntags feuchte Sonne angesagt war, seltsam, vergessen? genau so die Pestkarre, wurde wohl auch irgendwie vergessen das Ding zusammen zu bauen.
Auf jedem Fall ging es von der unteren Wiese am Seeufer entlang zur Traumspektakelbühne wo die Eröffnung routiniert ohne Besonderheiten ablief.
Auf dem Rückweg zum Lager stach mir wieder ein Heerlager auf der oberen Wiese ins Auge, unter anderem haben sie zwei große Zweimaster und ein großes Sonnensegel aufgebaut, aber irgendwie sehr seltsam, am Besucherweg standen die beiden Zweimaster mit dem Rücken zum Weg und bildeten quasi ein Bollwerk zum Lager, die Sitzecke unterm Sonnensegel und die anderen Lagerbauten konnte man nur durch eine Lücke zum Nachbarlager erspähen, irgendwie recht merkwürdig, wenn ich doch auf einem Mittelaltermarkt aufbaue will ich mich doch den Besuchern präsentieren und mich nicht verstecken ?!?




Genau so seltsam finde ich des Verhalten mancher Händler und Handwerker, alle bemühen sich eine Atmosphäre zu schaffen damit sich die Besucher wie im Mittelalter fühlen und dann sitzt da ein Handwerker vor seinem Stand und isst irgendwas aus der Frittenbude, schön in der Plastikschale und die Alufolie noch drunter - das geht ja mal garnicht.
Schnell ist die Zwischenpause rum und es geht zur Planbeschau, von der oberen Wiese zieht der Marktvogt mit den Heerlagern über den Plan und begutachtet die Stände der Händler und Handwerker, das ganze zu Fuß, auch die Sänfte gehört ebenso wie die Marktvogtwache zu den fehlenden Sachen ;) Auf jedem Fall hat Ede die ganze Sache ausgekostet, bei dieser Aktion konnte er sich hervorragend selbst darstellen und hatte als Hintergrundkulisse die Heerlager die nicht flüchten konnten.
Zurück im Lager wurde es dann Zeit fürs Mittagessen, schnell war alles fürs Schaukochen vorbereitet und obwohl die Rühreier mit Speck ruck zuck fertig waren, hatte ich eine Menge interessierter Zuschauer :) Bei der Gelegenheit habe ich dann festgestellt das die Aldi-Eisenpfanne nicht nur gut für Bratkartoffeln sondern auch bestens für Rühreier geeignet ist, das Geld war bestens angelegt.
Den restlichen Tag verbringe ich ganz ruhig im Lager, beim Schwatz mit den Nachbarn oder bei einem Marktbummel. Bei einer solchen Runde laufen mir doch glatt Conny und Falco über den Weg, er mit Kuchen beladen und sie einen schön gebundenen Blumenstrauß und tatsächlich, die beiden haben heimlich still und leise in der Woche vor Wassenberg geheiratet :o
Pünktlich bin ich dann zur Pest unterwegs, ich bin mal wieder als Ausleuchter dabei. Von der Strecke her gibt es nicht viele Möglichkeiten und im großen und ganzen läuft es rund. Praktischerweise endet die Pest an der Feuerbühne die direkt vor dem Zuber steht. Direkt nach der Abmoderation hüpfe ich in das schöne warme Wasser und lausche dem Nachtkonzert von Capud Draconis die mit dem feuchten Wetter zu kämpfen hatten und mehrfach die Säcke nachstimmen mussten - wie war das doch gleich? was ist der Unterschied zwischen einem Dudelsack und einem Dudelsack? Mindestens ein halber Ton! ;)
Viel zu schnell ist die Zeit rum und es geht wieder zurück. Bei den Nachbarn wird dann noch geplauscht und gemütlich ein Bier getrunken und dann geht es ab in die Felle.

MPS Wassenberg 2010 - Freitag, 28.05.2010

MPS Wassenberg 2010 - Freitag, 28.05.2010

pünktlich um 12 Uhr zieh ich meine Karte, schmeiß mich ins Auto und fahre nach Wassenberg wo ich ohne Stau und ohne Umwege ankomme. Schnell ist Igor gefunden und nach kurzen Verhandlungen bekomme ich auf der obersten Wiesenfläche einen Aufbauplatz wo es sich lohnt das Zelt herzurichten und offen zu lassen. Der Aufbau gestaltet sich nicht ganz einfach, da die Rasenflächen alle neu angelegt waren durften nur die befestigten Wege mit den Autos befahren werden, aber genau diese Wege wurden mit den Lagern überbaut und da ich ziemlich spät dran war musste ich alles mit der Sackkarre ranschaffen.
Relativ schnell steht alles so wie es soll (dieses mal nur das große Zelt mit Vordach) und ich mache mich auf zum Einkauf.



Auf dem Rückweg hab ich richtig Glück und bekomme einen Parkplatz recht nah am oberen Eingang. Schnell sind die Einkäufe verstaut und ich mache mal eine erste Runde über den Plan, auch hier ist einige im Vergleich zum letzten Jahr umgestellt worden, auf der oberen Rasenfläche stehen jetzt Heerlager und Händler, auf der Fläche hinter dem Freibad wo letztes Jahr eine Heerlagerwiese war steht jetzt die Traumspektakelbühne und Händler und Versorger. Schnell sind bei den wenigen Lagern die bekannten Gesichter entdeckt und alle begrüßt worden. Zurück im Lager wurde schnell die Kohle angeheizt und die erste Runde Würstchen aufgelegt. Nach einem schnellen Imbiss war es dann auch schon Zeit für die Heerlagerbesprechung bei der es eigentlich nichts neues gab, dementsprechend schnell war sie auch vorbei und die Glut war noch genau richtig für die zweite Runde. Nach dem Essen ging es mit der Shisha zu den Nachbarn wo wir gemütlich zum plauschen zusammen gesessen haben. Asche auf mein Haupt, ich hab total vergessen wie das Lager heißt, wenn ihr das zufällig hier lest meldet Euch doch mal Wink Irgendwann am Morgen ging es dann ab in die Felle.

Donnerstag, 3. Juni 2010

MPS Wassenberg 2010 - die Woche vorher

MPS Wassenberg 2010 - die Woche vorher

irgendwie war die Woche zwischen Howe und Wassenberg ziemlich kurz, am Dienstag morgen war ich zu Hause und hab erst einmal nur das wichtigste ausgepackt und bin ins Bett gefallen, den Rest hab ich dann mal nachmittags ausgepackt, was nötig war durch die Waschmaschine gejagt und aufgehangen. Am Mittwoch wurden dann schon wieder die Kisten gepackt und am Donnerstag alles ins Auto verladen, am Freitag nach der Arbeit soll es schließlich direkt nach Wassenberg gehen, achja, nebenbei hab ich die Tage auch noch relativ lange gearbeitet um wieder Stunden aufs Konto zu bekommen.

Mittwoch, 2. Juni 2010

MPS Hohenwestedt - Montag, 24.05.2010

mir tun alle Knochen weh, ich friere mir den Ar... ab und schwitze ohne Ende, anscheinend hab ich mir tatsächlich gestern Abend noch eine Erkältung eingefangen. So lange wie möglich bleib ich frierend in die Felle gekuschelt liegen, aber irgendwann treibt und die Lagermutti aus dem Zelt, es wird Zeit für einen Kaffee und die Morgenbesprechung. Von der Besprechung hab ich nicht wirklich viel mitbekommen, zum Glück hat Sam zugehört und alles wichtige mitgeschrieben.
Eigentlich wollten wir ja zur Markteröffnung gehen, aber ganz kurz vorher fing es heftig an zu regnen. Zum Glück fanden wir unter dem Dach von Thies dem Münzsäger Unterschlupf. Irgendwann nachdem es wieder trocken war machten wir uns auf eine Markt- und Fotorunde, das spazieren durch die mittlerweile durchgebrochene Sonne tat richtig gut und ich wurde langsam auch wieder fit. Es gab immer wieder Gelegenheiten zum quatschen und die verschiedenen Waren zu betrachten so das die ganze Sache doch erheblich länger dauerte als geplant.




Nach der Runde stärkten wir uns bei einer leckeren Portion Reisfleisch und danach ging es in aller Ruhe daran die Zelte zu entkernen und alles für den Abbau vorzubereiten. Pünktlich um 19:30 konnten die Zelte fallen und um kurz nach acht hatte ich das Auto auf dem Plan um alles zu packen. Nach einer recht schnellen Abschiedsrunde ging es gegen 21:30 noch schnell Tanken und dann ab auf die Autobahn, ohne Probleme war ich gegen zwei Uhr zu Hause hab die wichtigsten Dinge ausgepackt, noch schnell mal ins Netzt geschaut und bin dann gegen fünf ins Bett gefallen.

MPS Hohenwestedt - Sonntag, 23.05.2010

MPS Hohenwestedt - Sonntag, 23.05.2010

heute morgen bin ich nicht durch fallendes Wasser geweckt worden und ausgeschlafen geht es zum Zähneputzen und den ersten Kaffee jagen. Nach einem kurzen Frühstück ist es auch schon Zeit zur Morgenbesprechung zu gehen die kurz und schmerzlos abgehandelt wird, naja, für einige nicht so ganz schmerzlos, es wurde Teeren und Federn für die Markteröffnung angekündigt. Da man sich ja so etwas nicht entgehen lässt machte sich der größte Teil vom Krähenvolk (auch Steffi, Paul und Luise die heute dabei sind) auf zur Markteröffnung. Die Präsentation der Waren, Speisen und Getränke ist komplett ausgefallen, das Gerichthalten hat etwas länger gedauert, ein Recke von Fictum, Horis, Tom, Lasterbalk und Ede mussten die Prozedur über sich ergehen lassen und es war nicht zu übersehen das die Schelme es genossen haben den allseits geliebten Wink Marktvogt zu Teeren und mit Federn zu dekorieren.
Auch der heutige Tag stand wieder im Zeichen der Schlemmerei, während das Krähenvolk tapfer bei der Erstürmung der Burg zugegen war bereitete die Lagerwache schon einmal das Mittagessen zu, das traditionelle, immer wieder anders schmeckende KrähenlagerMetgulasch, ich muss sagen, die Geschmacksmischung wird von mal zu mal besser, ob es daran liegt das immer mehr Metsorten gemischt werden? Und da zu einem solch guten Essen auch der passende Nachtisch gehört machte ich mich dann an den Teig für Waffeln, genauer an den Teig für ... Metwaffeln Wink da das Mittagessen doch einiges mehr an Met gebraucht hatte als geplant ging es flugs zu Tom um dort einige Silber in verschiedene Sorten Met zu tauschen und ich muss sagen, die Mischung war echt Klasse. ich konnte die Dinger gar nicht so schnell backen wie sie gegessen wurden Very Happy.
Zwischendurch habe ich noch lieben Besuch erhalten, DMS aus dem Chat von FX-Radio schaute vorbei und wir haben und prima unterhalten, aber irgendwie hat er genau den Zeitpunkt verpasst wo die Waffeln fertig waren.
Von Malte haben wir den ganzen Tag über nicht viel gesehen, er hatte sich bei der Vulkanschmiede als Lehrling verdingt und ein Messer geschmiedet, nicht schlecht was er da hinbekommen hat.




Nach einem geruhsamen Abend machten sich einige Krähen auf um das Abendkonzert der Schelme und das Nachtkonzert von Saor Patrol zu besuchen. Die Schelme waren gut wie immer. In der Umbaupause ging es dann schnell zur Taverne um die beim Tanzen ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder nach zu füllen, frisch gestärkt ging es dann wieder zurück und pünktlich betraten die Highlander die Bühne, eine Horde wild aussehender Schotten verteilte sich und die Mischung aus einer Sackpfeife, einer E-Gitarre und drei Schlagwerkern lässt erahnen wie druckvoll der Sound rübergekommen ist, wirklich nichts zum stillstehen. Als absolutes Highlight gab es die Zugaben zusammen mit den Schelmen, Picus eroberte das große Schelmen Schlagwerk, Okusa gesellte sich zu den Schlagwerkern von Saor Patrol und Destemonia, Luci und Dextro bliesen die Säcke.
Nach dem Konzert ging es dann flott zurück ins Lager, mittlerweile war es kalt und feucht, nicht grade gut wenn man vom tanzen durchgeschwitzt ist. Gemütlich wollte ich mich dann ans Feuer setzen und noch auf Sam warten, aber sie war zwischenzeitlich schon wieder angekommen und direkt in die Felle gefallen, also kroch ich auch ins warme Zelt und in die Felle.

MPS Hohenwestedt - Samstag, 22.05.2010

MPS Hohenwestedt - Samstag, 22.05.2010

*tock* *tock* *tock* *tock* *tock* *tock* *tock* *tock* *tock* *tock*
das hört sich überhaupt nicht gut an
*auf die Uhr blinzel* Regen, und das um 5 Uhr *schüttel*
aber wenn man schon mal wach ist kann man auch schnell mal aufs Dixi flitzen ... *grübel* irgendetwas stimmt nicht, eigentlich müsste der Regen auch auf das Dach vom Dixi trommeln, hat es etwa aufgehört? Auf dem Weg zurück zum Zelt realisiere ich (sogar ohne die für Denkarbeit eigentlich notwendige Koffeindosis) das es gar nicht Regnet, der Nebel schlägt sich an den Bäumen nieder und fällt als lokaler Regen auf die Zelte.
Schnell wieder ab ins Zelt, in die Felle kriechen, ein wenig Wärme schnorren und wieder einschlummern.
Beim nächsten Aufwachen ist das tropfen schon weniger geworden, aber noch nicht wirklich verlockend um auf zu stehen, also noch ein wenig in die Felle kuscheln und einfach abwarten das es aufhört.
Irgendwann lockten einen doch Kaffee und Frühstück aus dem Bett, außerdem gab es noch einiges bis zur Zeit der Markteröffnung vorzubereiten.
Die Morgenbesprechung war ebenso wie die gestrige Heerlagerbesprechung lang und ausführlich, direkt im Anschluss blieb ich zur Pestbesprechung und Sam eilte zur Stellprobe für die Burgerstürmung. Auf dem Rückweg zum Lager konnte man an den Kassen schon lange Besucherschlangen sehen, es wird wohl voll werden, und tatsächlich sind bei der Markteröffnung fast alle Sitzplätze vor der Traumspektakelbühne belegt und die Menge honoriert mit Gelächter das Verleihnix geteert und gefedert wird.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Lager geht es dann auch schnell zur Burgerstürmung, echt praktisch das diese beiden Termine so dicht beieinander liegen und danach eine lange Lücke ist wo man sich ums Lager kümmern oder auch eine Marktrunde drehen kann. Allerdings fällt diesem engen Zeitplan der Markttanz-Workshop zum Opfer, den hätte ich ja gerne mitgemacht, aber irgendwie hat es einfach nicht gepasst. Was ich von der Burgerstürmung halten soll weiß ich wirklich noch nicht, auf jedem Fall ist es erheblich besser als das Tauziehen vom letzten Jahr.
Während der Burgerstürmung waren unsere Krähenmutti und Santissima fleißig und haben in den Töpfen gerührt und ein wunderbares Huhn in Rotweinsauce gezaubert, lecker.




Auch später ging es mit der Schlemmerei weiter, fleißig wurde gerührt, geknetet, portioniert und im Öl gebacken, die Käsebällchen reichten aus um die Sub Divos mit zu versorgen Wink
Im laufe des Abends schaute Fr. Dr. Pest kurz vorbei und wünschte ein angenehmes Zubern, da der komplette Zeitplan hängt brauchen wir nicht mitlaufen da sonst der Termin im Badehaus platzen würde. Pünktlich waren wir dann auch dort und da außer Sam und mir keiner Lust zum heißen Bad hatte konnte ein Teil der Falken sitzen bleiben und mit uns das Nachtkonzert auf der Bühne im entspannenden Wasser genießen. Irgendwann wollten dann auch Heiner und Henne Feierabend machen (die Mädels halten da irgendwie länger durch Wink ) und es ging zurück ins Lager. Sam machte sich dann auf den Weg nach Hause um den Sonntag mit Jan zu verbringen. Nach ein oder zwei Met bei Tom wurde es dann auch für mich Zeit in die Felle zu kriechen.

MPS Hohenwestedt - Freitag, 21.05.2010

MPS Hohenwestedt - Freitag, 21.05.2010

fünf Uhr, ein ganz normaler Arbeitstag - das könnte man beim Blick auf die Weckzeit denken aber nein, das Pfingstwochenende klopft an die Tür und es geht heute wieder in den Norden.

Eigentlich war ja meine Planung pünktlich zur Platzvergabe um 10 auf dem Plan zu sein, aber das passt vorne und hinten nicht. Entweder hätte ich Donnerstag nach der Arbeit los fahren können und wäre gegen 23 in Howe gewesen und hätte im Auto schlafen müssen oder aber ich wäre mit dem ersten Zug gefahren und gegen 8 in Schleswig gewesen, viel zu spät da Sam da schon in der Schule war. Also doch die Sub Divos bitten uns mit anzumelden und so fahren das mich Sam nach der Schule aufsammelt und ich dann gegen 15 Uhr auf dem Plan bin.

Schnell bin ich geduscht und angezogen, der Kaffe und die Brote sind fertig, die letzten Mails und Forenbeiträge geschrieben und dann geht es ab zum Bahnhof. Der Zug in den Norden ist mal wieder überfüllt, bis Hamburg sitze ich auf dem Boden an der Tür, wie sich herausstellt treffen mehrere Dinge zusammen die für Reisechaos nach Hamburg sorgen, Ferienbeginn, verschiedene Events und der check in bei der Aida. Ab Bremen habe ich eine nette Mitreisende, dunkel angezogen und auf dem Weg nach Berlin zum Rammstein Konzert, beim Plausch über Musik, Bands und auch Mittelaltermärkte vergeht die Zeit wie im Fluge und wir sind in Hamburg - kaum zu glauben, ab dort habe ich eine Sitzplatz am Tisch bis Neumünster und kann ein wenig am Markttagebuch weiter schreiben. Nach problemlosen umsteigen erreiche ich beinahe pünktlich Schleswig wo ich dann nach einiger Wartezeit von Sam aufgesammelt und nach Schuby gefahren werde. Dort dann schnell alles ins Auto geschmissen, neuer Kaffee gekocht und ab nach Howe - nene, das wäre ja alles viel zu einfach und würde zu glatt laufen. Irgendwie haben sich Sam und Thies total verpasst und das Zelt von ihm lag noch in Neu Behrend. Nach einigen Telefonaten waren die Eltern so lieb es uns herauszusuchen und mitzugeben wenn wir uns beeilen und schnell vorbei kommen. Nach dem Umweg machte sich Sam auf den Weg um Malte einzusammeln und ich mich auf den nach Howe. gegen 16 Uhr war der Plan erreicht und ich stand vor einem Chaos, der ganze Markt war anders aufgebaut, die Wege total zugebaut und irgendwie alles sehr durcheinander. Nach einer Begrüßung von Roveena, Santissima, Akemi und den Sub Divos ging es an den Aufbau nachdem noch schnell einige Unklarheiten mit einem nicht übel gelaunten Igor geklärt waren.




Schnell standen die Zelte von Steffi, Roveena, Thies und mir, ein freier Platz für das Zelt der Hexenmädels war auch festgelegt und Sonnensegel und Feuerstelle waren auch bald fertig.
Nach der langen und ausführlichen Heerlagerbesprechung wurde gegrillt und noch kurz geschnackt bevor uns die Kälte in die warmen Felle trieb.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Krähenlager Nübel 2010 -Sonntag, 16.05.2010

Krähenlager Nübel 2010 -Sonntag, 16.05.2010

Wir haben fast lange geschlafen, so lange eben wie man schlafen kann wenn die ersten wach werden Wink




Das Wetter ist immer noch bäh, klart dann aber langsam auf so das der Abbau fast im trockenen abläuft. Nachdem alles in den Autos verstaut ist, die Sub Divos verabschiedet und auf dem Heimweg sind setzen sich die Krähen noch zu einem Schnack in den Aufenthaltsraum der Turnhalle zusammen um einige interne Dinge der Gruppenorganisation zu klären und das nachzuholen was eigentlich für einen der vorhergehenden Abende geplant war, aber leider vom Wetter vereitelt wurde. In dieser doch recht unpassenden und unangemessenen Umgebung wurden Christine, Steffi, Mosche, Paul und Luise zu festen Mitgliedern und Julia, Levka, Dani, Eno, Succi, Anni, Mo, Lilli, zu Krähenanwärtern ernannt.
Nach einer schnellen Dusche (man will ja nicht im Zug vor sich hinstinken) ging es nach Schuby, das Auto soll dort ein paar Tage im carport bei Sam’s dad geparkt werden. Schnell wurden die feuchten Teppiche zum trocknen ins Gartenhaus gehangen und die Bodenplanen ums Auto ausgebreitet. Mit einer frischen Kanne Kaffee und den feuchten Zelten und der Wäsche im Seesack ging es dann weiter nach Schleswig zum Bahnhof. Ohne größere Verspätung war ich zu Hause, dort schnell die Zelte auf den Dachboden und ab ins Bett.
Viel zu schnell war wieder ein tolles Wochenende mit den Krähen vorbei.

Krähenlager Nübel 2010 -Samstag, 15.05.2010

Krähenlager Nübel 2010 -Samstag, 15.05.2010

brrr,
auch heute ist das Wetter nicht wirklich einladend um früh auf zu stehen, da bleibt man doch lieber in den warmen Fellen liegen. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht wo man mal wo hin muss und dann doch aufbleibt und sich einen Kaffee jagt.
Heute spielt sich auch wieder ein großer Teil des Tages unter dem Dach am Feuer ab, so das die Holzvorräte rapide zusammen schrumpften und schnell noch im Baumarkt einige Säcke Kaminholz gekauft wurden.
Zum Mittag wurden wir mit einem köstlichen Sauerkraut-Wursttopf verwöhnt, wirklich lecker.




Das Wetter blieb so wie es morgens begann, einfach nur unangenehm und so entschloss sich der größte Teil der Krähen in die Turnhalle zu ziehen und Munchkin zu spielen. Schnell richteten wir uns mit Fellen und Decken ein und bei heißem Tee oder kühlem Bier erklärte Thies die Spielregeln. Nach der lustigen Runde war allen klar das wir aufgrund des für Nachts angesagten Regen mit Sturmböen in der Halle übernachten wollen. In einer Regenpause ging es dann ins Lager zurück wo alles wetterfest gemacht und das Bettzeug schnell mit dem Auto zur Turnhalle gefahren wurde. Ganz spontan wurde dann entschieden die mittlerweile wieder knurrenden Mägen - irgendwie knurren die beim Lagern dauernd - mit Pizza zu füllen. Nach einiger Sucherei fand sich auch ein Lieferdienst und gegen 23 Uhr konnten wir im Aufenthaltsraum ein Nachtmahl mit einem großen Pizza Partyblech halten. Satt und zufrieden verkrochen sich die Kinder in ihre Decken- und Fellberge und etwas später begaben sich auch alle anderen zur Nachtruhe die allerdings jäh gestört wurde. Ein junger Mann torkelte in die Halle und suchte jemanden der ihm weiter helfen könne, er käme grad von einer Party, wüsste nicht wo er sei, noch was mit Handy und Geldbörse sei, freundlich aber bestimmt wurde er nach draußen begleitet wo er dann seine Schwester anrief um sich abholen zu lassen - die war sicherlich nicht begeistert, es war mittlerweile um zwei Uhr rum. Der Rest der Nacht verlief zum Glück ohne weitere Störungen.

Krähenlager Nübel 2010 - Freitag, 14.05.2010

Krähenlager Nübel 2010 - Freitag, 14.05.2010

Das sieht ja fast gut aus, es scheint halbwegs trocken zu sein und der Helligkeit nach scheint die Sonne aufs Zelt, aber egal, man muss ja nicht unbedingt raus und kann weiter in den Fellen kuscheln. Aber irgendwann muss man mal raus und ringt sich zu aufstehen durch, und wenn man dann schon mal auf ist kann man ja etwas Kaffee trinken und eine Kleinigkeit frühstücken.
Das Wetter passt wirklich gut und so machten sich zwei Handvoll Gewandete auf nach Schleswig um bei Thors Schmiede Bestellte Sachen abzuholen, durch en Laden zu bummeln und mit Anna zu schnacken. Es war ein regelrechtes Schaulaufen wie auf dem catwalk als der bunte Haufen im Mittelgang durch die Bücherei flanierte um die Schmiede zu entern, den Blicken nach bekommen die Kunden so etwa nicht wirklich oft zu sehen. Nachdem die Einkäufe in den Autos verstaut waren bummelten wir über die Einkaufsstraße zu einer Eisdiele die Sorten wie Hasenpups feilbot. Trotz ausgefallener Namen mundete es allen und so wurde der Laden regelrecht belagert.




Auf dem Rückweg wurden noch schnell bei einem örtlichen Lebensmitteldiscounter die Vorräte ergänzt auf das wir weiter wie die Hobbits schlemmen können.
Als erste Stärkung gab es dann eine schnelle Hühnersuppe und am Nachmittag frisch gebackene Metwaffeln. Eigentlich habe ich bei der Menge Teig ja gedacht das einige übrig bleiben, aber die Rasselbande hat alles sofort bis auf den letzten Krümel vertilgt.
An diesem Nachmittag besuchten uns Succi, Danni und Eno und blieben bis zum späten Abend - ich denke mal der Mittelaltervirus hat wieder neue Opfer infiziert Very Happy
Mit schnacken und Musik ging auch dieser Abend wie im Fluge vorbei und die aufziehende Kälte und Feuchtigkeit trieb uns in die kuscheligen Felle.


Krähenlager Nübel 2010 - Donnerstag, 13.05.2010

Krähenlager Nübel 2010 - Donnerstag, 13.05.2010


*blinzel*
*tast* Felle? oh ja, ich bin im Mittelalter
*vorsichtig Hand nach draußen halt* brrr, immer noch feucht und kalt
*Augen zu* noch ein wenig weiterschlafen
...
Aber irgendwann ist auch der längste Schlaf zu Ende und auch die kuscheligen Felle können einen nicht mehr halten also ist aufstehen angesagt.
Irgendwann am Vormittag treffen auch Steffi, Moshe, Paul und Luise ein und bringen frische Brötchen mit, genau das Richtige für ein ausgiebiges Frühstück. Schnell verwandelt sich die "geile Kiste 2" von Kai in eine Frühstückstafel und in aller Ruhe gibt es Kaffee, Kaffee, Kaffee und Brötchen.
Irgendwie ist das Wetter immer noch ungemütlich, zwar trocken aber kühl und windig, nicht wirklich einladend.




Ein großer Teil des Tages spielt sich dementsprechend an der Feuerstelle oder neben der Feuerschale unter dem Dach ab, viel Zeit zum klönen und zum essen - wir sollten ernsthaft überlegen ob wir nicht die Darstellung in ein phantastisches Hobbitlager ändern wollen.
Trotz fehlendem Programm und ohne wirkliche Aktivitäten vergeht der Tag wie im Fluge und auch heute lädt das Wetter nicht wirklich zum lange aufbleiben ein. Schnell geht es kuschelig in die Felle ins warme Zelt.

Krähenlager Nübel 2010 - Mittwoch 12.05.2010

Krähenlager Nübel 2010 - Mittwoch 12.05.2010

*der Wecker macht Radau*
*blinzel*
5 Uhr *gähn* dann mal langsam aufstehen und für die Arbeit fertig machen
*gäääääääähn*
irgend etwas stimmt nicht
Richtig, heut hab ich ja frei, aber warum macht dann dieser blöde Wecker so einen Heidenlärm? Oh ja, heut seh ich ja die Krähen wieder, es geht nach Nübel zum Probelager.
Schnell aus dem Bett, Kaffee aufsetzten und unter die Dusche springen, anziehen, Brote schmieren und die letzten Kleinigkeiten ins Auto packen. Um kurz nach sechs bin ich auf der Autobahn und schaukel in aller Ruhe Richtung Norden. Bis auf einige Kilometer zähfließenden Verkehr bei Bremen und etliche Baustellen komme ich gut durch, etwas später und ich hätte ganz übel im Gafferstau gestanden.
Gegen Mittag ist Nübel erreicht und wie vermutet ist noch niemand da und wenn ich mir das Wetter mit kaltem Wind und Nieselregen ansehe wünsche ich mir eigentlich auch grade wo anders zu sein. Aber egal, ich bin hier, die Krähen und Divos kommen auch noch und wir werden ein schönes Wochenende haben. Mit Thies der inzwischen angekommen ist werden alle organisatorischen Dinge geklärt und schnell werden die Zelte im Windschutz aufgebaut. Nach und nach trudeln auch die anderen ein und mit vereinten Kräften werden die Sonnensegel als Windschutz am Pavillon gespannt und die Feuerstelle gereinigt. Bei dem Wetter kommt auch noch eine Feuerschale unter das Dach, irgendwie muss man es ja warm bekommen.





Nach dem Aufbau ging es gemeinsam zum einkaufen, Verpflegung für den Abend und alles für den nächsten Tag musste her, der Donnerstag ist ja schließlich ein Feiertag - und das merkt man, die Leute kaufen wie die Wilden, als ob die Geschäfte nicht nur einen Tag sondern eine ganze Woche geschlossen sind.
Nach einer großen Grillrunde und einem nicht wirklich langem zusammensitzen treibt uns das ungemütliche Wetter in die Zelte, zum Glück ist es dort kuschelig warm, also schnell ab in die Felle.

Montag, 17. Mai 2010

Krähenlager Nübel 2010 - die Tage nach dem Hochzeitslager

die Tage nach dem Hochzeitslager

Am Montag war erst einmal telefonieren angesagt, bei der Werkstatt wo das Auto steht soll die Reparatur 700 Euro kosten, das geht mal gar nicht. Mit abschleppen zu der Werkstatt wo ich das Auto gekauft habe bin ich aber auch bei dem Preis. Schließlich find ich eine günstigere Werkstatt.
Am Dienstag dann früh Feierabend, ab in den Zug nach Berlin und das Auto in die andere Werkstatt bringen, im Laufe der Woche will man mir sagen wie es aussieht, falls es sich nicht lohnt, könnte ich ein Auto kaufen dessen Preis unter den 700 der ersten Werkstatt liegen. Aber zuerst die nassen Zelte und die Wäsche in den Seesack und ab nach Hause. Dort angekommen dann das übliche Programm (Zelte aufhängen, Wäsche waschen) in Kurzfassung.
Im laufe der Woche stellte sich dann leider heraus das es nicht nur die Kopfdichtung sondern auch die Kolbenringe waren, also dann doch das andere Auto.
Samstag dann mal wieder mit dem Zug nach Berlin (jetzt wisst ihr auch warum ich wieder Zeit zum schreiben hab), dort dann alles umladen und ab auf die Autobahn nach Hause. Dort angekommen alles ausladen, zum lüften hängen, waschen und sortieren.
Dienstag stand dann der Besuch beim Straßenverkehrsamt an und nach der Arbeit Auto-Tetris. Neues Auto, neues Packsystem, nach dem ersten erfolglosen Versuch musste die Rückbank weichen und siehe da, es passt und der Beifahrersitz kann drinnen bleiben.

Hochzeitslager Tenar&Ged Berlin-Spandau - Sonntag, 02.05.201

Sonntag, 02.05.2010

Was zur Hölle ...
sechs Uhr und das hört sich an als ob der Flieger direkt neben dem Zelt startet. Zum Glück sind wir noch mal eingeschlafen und haben bis halb zehn in den Fellen gelegen. Nach einem schnellen Frühstück ging es an den Abbau der schnell und unkompliziert von statten ging. Nach der Verabschiedungsrunde ging es schnell zur Tankstelle und der Wagen muckte noch schlimmer, lief nur auf drei Töpfen. Der herbei gerufene Mann vom ADAC reinigte die Zündkerze und äußerte nach einer Kompressionsmessung den Verdacht einer defekten Zylinderkopfdichtung und riet zum Werkstattbesuch - so ein Mist :(
Da gibt es nur eines, das Auto an einer Werkstatt abstellen, die Wertsachen in einen Beutel packen und ab zum Bahnhof. Um 15:19 sitze ich dann im Zug und bin dann abends zu Hause.

Hochzeitslager Tenar&Ged Berlin-Spandau - Samstag, 01.05.2010

Samstag, 01.05.2010

Spät ins Bett und dann lange schlafen, das hat heute sogar mal gepasst, nach einem langsamen aufwachen ganz vorsichtig nach draußen und immer dem Kaffeeduft nach, aaaah, nach der ersten Tasse weiß man das man noch lebt und nach der zweiten kann man mal über frühstücken nachdenken. Anschließend ganz in Ruhe eine Runde "Waschbeckenduschen" und in die Gewandung steigen, zum Glück hat man es als Tagelöhner da nicht schwer und ist ruck zuck fertig. Anders sieht es beim Brautpaar aus, zu der Prunkgewandung gehört natürlich eine entsprechende Frisur und so waren sechs fleißige Hände mit flechten, hochstecken und schmücken beschäftigt.



Gegen 13 Uhr begab sich dann die ganze Gesellschaft in die Zitadelle und war für die Besucherscharen ein dankbares Fotomotiv. Vor der Schänke empfing das Hochzeitspaar seine Gäste die teilweise in recht ansprechenden Gewandungen auftraten. Nach einigen kurzweiligen Gesprächen und einem Spaziergang über den Hof wurde es Zeit für Kaffee und Kuchen in der Schänke, ich muss sagen der Kuchen war wirklich lecker, da gingen auch mehrere Stückchen von ;)

Im Anschluss stand eine Führung durch die Zitadelle auf dem Programm, der Herold der Zita brachte das ganze locker, lustig und informativ rüber und hatte in der gewandeten Gruppe immer wieder dankbare Opfer für Fragen und Späße. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit verfliegt und man wieder vor der Schänke steht.

In der Zwischenzeit haben fleißige Mägde und Knechte das Buffett gerichtet und die Hochzeitsgesellschaft nahm gar tapfer den Kampf gegen die vielen Köstlichkeiten auf - und scheiterte kläglich.

Nach dem Essen sorgte ein Burgherold mit seinen Hexen für Kurzweil und zum Vergnügen der meisten Gäste spielte Attonitus auf.

Am späteren Abend zog es doch einige Mittelaltermusik verwöhnte Ohren zurück zum Lagerplatz, dort gab es direkt am Wasser eine gemütliche Sitzecke. Bei einer Shisha und guten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge und irgendwann am Morgen krochen Sam und ich in die Felle.

Sonntag, 9. Mai 2010

Hochzeitslager Tenar&Ged Berlin-Spandau - Freitag, 30.04.2010

Freitag, 30.04.2010

Hilfe, der Wecker geht früher als zur Arbeit, um 4:30 schmeißt mich das blöde Ding aus dem Bett, gegen 5 will ich los, um viertel nach bin ich dann auch endlich auf der Autobahn, mit frischem Kaffee und vollem Tank geht es fast reibungslos bis irgendwo in der Ostzone, dort auf dem Autohof brauchen das Auto und ich neuen Treibstoff. Wieder auf der Bahn unterwegs stelle ich fest das man mich ganz klassisch beschissen hat, bezahlt habe ich ein ganzes Salamibrötchen und eingepackt hat man mir ein halbes - darf ich zukünftig dann auch die hälfte vom Soli einbehalten?
Gegen 10 schnell Sam an der Jugendherberge in Potsdam einsammeln und weiter die letzten paar Kilometer nach Berlin, irgendwie scheint der Wagen eine Erkältung zu haben und läuft das letzte Stück unrund.
In der Zita bekommen wir erst einmal Kaffee und Sasas Onkel gibt uns die neuesten Informationen, zum Glück können wir mit dem Auto direkt bis zum Gelände fahren und müssen nicht groß schleppen. Zügig haben wir ausgeladen und aufgebaut, die Schlüsselfrage geklärt und beschlossen die Wartezeit erst mal mit einer kurzen Stärkung bei einem Burgerbrater zu überbrücken.
Nach und nach trafen Roveena, Steffi, Mosche, Paul, Luise, Sasa, Ged und die Band ein und nach einer ausgiebigen Begrüßung und einer Runde Zelt-Tetris stand alles so wie es sollte, die einzigen die noch fehlten waren Thies und Julia die grade eben kurz vor dem ersten Auftritt der Band in Spandau aufschlugen.



Gegen Abend ging dann das Krähenvolk ein wenig in der Altstadt bummeln und eine Kleinigkeit beim Italiener essen, wir hatten dort viel Spaß, vor allem als die Bedienung ernsthaft erklärte das eine Pizza länger braucht weil der Ofen ja nicht dafür ausgelegt sei das die Ofentür wegen der vielen Pizzen so oft aufgemacht würde oder zum Schluss fast einen Taschenrechner brauchte um dem Preis von einer Pizza und einem Getränk zusammen zu rechnen Very Happy
Der Walpurgismarkt war, gelinde gesagt, einfach enttäuschend, die Händlerschaft stammte bestimmt zur Hälfte von normalen Wochenmärkten, die Bierwagen passten auch nicht so Recht ins Ambiente der Zita und es war irgendwie - klein. Die Band wurde mal eben von der Bühne zum Walpurgisfeuer (aus lackiertem Abfallholz *hust*) umgesetzt und gleichzeitig zu denen wurde auf der Bühne alte Discomusik gedudelt Surprised
Zwischenzeitlich haben wir uns entschlossen mit einigen Leuten ins K17 zu gehen und haben uns dementsprechend in einfache schwarze Ausgehklamotten geschmissen, damit waren wir dann irgendwie der absolut auffällige Hingucker bei dem Walpurgisfest wo wir uns von den anderen verabschiedeten. Im K17 mussten wir dann feststellen das wir auch da der Hingucker waren, obwohl es eine schwarze Veranstaltung war, waren wir vollkommen overdressed, normal in Berlin ist es anscheinend mit Blackjeans und schwarzem Tshirt in Clubs zu gehen Surprised Das K17 ist ein - interessanter Laden, macht den Eindruck eines normalen Hauses und die Aereas verteilen sich über mehrere Etagen. Sasa; Ged und Levi blieben nach einem kurzen Rundgang in der Electro Aerea hängen, Sam und ich pendelten hin und her, tanzten eine ganz Zeit im Bereich Rammstein und Co, bei Korn und auch auf der Metal Aerea, gegen 5 ging es total ausgepowert zurück ins Zelt in die Felle.

Hochzeitslager Tenar&Ged Berlin-Spandau - die Wochen vorher

Hochzeitslager Berlin Spandau 2010

die Wochen vorher

Geplant war die ganze Sache ja schon länger, eigentlich seitdem Sasa und Ged eine erste Einladung ausgesprochen haben und dann in ihre Vorbereitungen eingestiegen sind. Die Standesamtliche Trauung fand in Flensburg statt und für die Feierlichkeit wollte man die Zitadellenschänke in Berlin Spandau nutzen da beide aus Berlin stammen und der Onkel von Sasa dort der Gastronom ist. Im Rahmen eines Walpurgismarktes sollten wir in der Zitadelle, entweder in der Bastion Königin oder auf der Wiese im Innenhof unser Lager aufbauen und so den Markt bereichern. Im November war ich dienstlich in Berlin und auf dem Rückweg machte ich einen Zwischenstop auf der Zitadelle und versuchte schon mal vorab einige Dinge mit Sasas Onkel zu klären. Das geplante Programm hörte sich richtig gut an, eine kleiner Mittelaltermarkt, eine oder zwei MA Bands, in der Walpurgisnacht eine schwarze Disco und am Samstag die Feierlichkeit in den Gewölben der Schänke .




Zwei Wochen vor dem Termin musste ich noch einmal dienstlich nach Berlin und nutzte die Gelegenheit noch mal alles zu klären und musste erfahren das sich einige 'Kleinigkeiten' geändert haben, da am Samstag noch ein Kinder Museum Erlebnistag sei und wir ja überhaupt nicht dazu passen (???) dürfen wir nicht in der Zita aufbauen sondern müssen in den Backstage Bereich der Freilichtbühne neben der Zita. Bei der Besichtigung des Bereiches (nicht wirklich anheimelnd, ist halt Backstage) wurde auch direkt festgelegt wo wir hergehen dürfen ohne einen Alarm auszulösen. Nebenbei erfuhr ich das auch das Rahmenprogramm umgeworfen wurde und die seit Jahren etablierte schwarze Walpurgisnacht auf einmal nicht mehr ins Programm passt. Mit diesen Neuigkeiten im Gepäck ging es nach Hause und das umplanen begann. Da wir keine Besucher im Lager haben würden, konnte einiges an Material zu Hause bleiben und somit brauchte ich den Beifahrersitz nicht ausbauen, am Donnerstag wurde fix alles gepackt so das bei der Abfahrt nur noch die Felle und Wertsachen eingepackt werden müssen.

Samstag, 8. Mai 2010

MPS Gelsenkirchen 2010

Sonntag 25.04.2010

Was um Teufel ist das für ein Höllenlärm?
blasen die Engel zum jüngsten Gericht?
oder geht die Welt unter?
Feuer??
mühsam mache ich die Augen auf und blinzel auf die Uhr, kurz vor sieben und da trompetet immer noch etwas, ein müder Blick aus dem Zelt lässt mich staunen, vor dem Zaun ist eine ältere Dame mit Fahrrad und Hunden unterwegs, trompetet auf einem Jagdorn und ruft unverständliche Dinge
BOGENSCHÜTZEN !!!!
einmal wach hat sich das mit dem schlafen erledigt und ich besuche mal das blaue Reich von Knolli und versuche irgendwo braunen Lebenstrunk zu ergattern, dank der 'netten' Trompeterin sind auch schon andere wach und die Kaffeemaschine am Zuber läuft schon kurz vor dem roten Beeich auf Volllast. frisch gestärkt und fast nicht mehr müde geht es zur Morgenbesprechung, der Sonnenschein dabei lässt schon erahnen wie das Wetter heute wird, einfach nur gut. Nebenbei erfahren wir das es gestern vermutlich der beste Saisonstart ever gewesen sein könnte und man auch für den Sonntag auf einen Wetterbedingt großen Besucheransturm hoffe.
Die Markteröffnung war dann allerdings nicht so gut besucht wie am Vortag, aber das ist ja ganz normal, die Besucher trudeln Sonntags meist erst nach dem Mittagessen ein. Bei herrlichem Sonnenschein ziehen ein stimmlich angeschlagener Vogt und ein gut gelaunter Mönch die Markteröffnung durch und direkt im Anschluss spielen die Schelme auf, was hab ich doch diese hervorragende Truppe um Susanne und Rainer vermisst, direkt beim ersten Stück war die Menge begeistert am mitgehen, ich freue mich jetzt schon auf das Abendkonzert.
Auch an diesem Tag konnte ich liebe Besucher bei mir im Lager begrüßen, unter anderem Silentia, Ulf und seine Tochter und auch Jutta unsere Haus- und Hoffotografin. Foto ist auch wieder ein gutes Stichwort, in aller Ruhe hab ich die übliche Sonntags-Fotorunde gedreht und das eine oder andere schöne Bild eingefangen, allerdings nur allgemeine Überblicke, mal schauen welcher Schwerpunkt sich dieses Jahr herauskristallisieren wird.
Am Nachmittag nahm ich gerne die Einladung an und stieg mit ins heiße Wasser, lieber alles genießen anstatt jetzt schon den ganzen Kleinkram im Zelt zu packen Wink




Auch nach dem Zubern hab ich nicht gepackt, trotz eventuellem Regen in der kommenden Nacht hab ich mich entschlossen erst am Montag morgen ab zu bauen, schließlich hat man ja den Tag noch Urlaub.
Das Abendkonzert der Schelme war einfach nur wieder klasse, Rainer erzählte wieder Dönnekes, Luzi ließ den Rock fliegen, einen Schandfleck gab es selbstverständlich auch und die Stimmung wurde von Stück zu Stück besser obwohl man jedesmal dachte das es gar nicht geht. Der neue Schlagwerker den ich schon beim Rockprogramm in der Matrix gesehen hab, hat sich bestens in die Truppe eingefügt, er könnte villeicht noch ein wenig lockerer werden, aber das hat Picus ja auch geschafft, der hat sich an dem Abend übrigens selbst übertroffen, beim vorletzten Stück ist das Fell von seiner Davul gerissen und provisorisch mit Tape geflickt worden. Nach dem 'letzten Stück' zerschnitt er das kaputte Fell und warf die Stücke in die Zuschauermenge und Dextro bekam auf der Bühne einen Lachanfall nach dem Motto "Liebe Zuschauer, nun könnt ihr mal sehen wie ein Davulspieler die Zugaben auf einer Davul ohne Fell spielt". Da das natürlich nicht ging musste improvisiert werden (wie wohl den ganzen Abend schon, beiläufig wurde mal erwähnt das sie es doch geschafft haben genau das erste Lied der Setlist zu spielen) und Picus griff sich eine Djembe mit der er allerdings dann doch einfach nur unterging und so wurde dann als letztes Lied das Stück mit den Chinesischen Klangschalen dargeboten das sonst meist im Nachmittagsprogramm gespielt wird, ein ungewöhnlicher aber gar nicht mal schlechter Abschluss für einen Schelmenkonzert.
Zurück im Lager hörte ich mir die neuesten Wetterprognosen an und entschloss mich doch schon so viel wie möglich ab zu bauen und ins Auto zu packen, Ruck Zuck war das erledigt und es stand nur noch die kleine Hundehütte mit dem Bett. Zum Abend gab es dann noch einmal Steaks, praktischerweise hatte meine liebe Nachbarin die Lageromi noch Platz auf und am Feuer, den Abend ließ ich dann bei den MacLeenen ausklingen.
Am Montag morgen wurde schnell das nasse Zelt (ja, es hat in der Nacht doch geregnet) eingepackt und es ging schnell nach Hause, Zelt aufhängen, Wäsche waschen, Kisten auspacken und duschen Wink

MPS Gelsenkirchen 2010

Samstag 24.04.2010

Ist das hell
*blinzel*
und auch schon so spät - kaum zu glauben, ich hab mal richtig lange geschlafen *staun*
ganz in Ruhe einen Kaffee organisieren und dann einkaufen fahren und den Rest Petroleum von zu Hause holen, hab in dieser Nacht doch mehr verbraucht als gedacht.
Aus dem 'mal eben' wurde doch eine umfangreichere Aktion, die Nacht war kalt und die Autobatterie ist recht schlapp, mit Müh und Not springt die Karre mit dem letzten Funken aus der Batterie an und als erstes geht es zum Teilehändler eine neue Kraftzelle kaufen. Mit frischer Energie wurde die Runde beendet und bepackt mit Lebensmitteln und Brennstoff komme ich rechtzeitig zur Morgenbesprechung auf den Plan zurück.
Die Besprechung war lang und ausführlich, zum Saisonstart gibt es immer viele Neuigkeiten die verkündet werden müssen. Direkt im Anschluss fand die Pestbesprechung statt der ich diesmal von der Zuschauerseite beigewohnt habe. Die neue Pestorga wirkte auf mich - hm, ein wenig schlecht vorbereitet, die einzige Ausführung zum Ablauf war das doch bitte die Karrenschieber nicht alkoholisiert sein sollen, des weiteren waren schon viele Rollen im Vorfeld vergeben was berechtigterweise zu langen Gesichtern bei dem Besprechungsteilnehmern führte. Ebenso sah es bei der Marktvogtwache aus, bei der Besprechung und standen grade noch vier Plätze zur Verfügung - ein Schelm der böses dabei denkt Wink
Nach der Besprechung schnell die Kaffeetasse zurück zu meinem Lieblingsmarktstand bringen und dann in die Gewandung schmeißen.
Und dann *rums* war es endlich soweit, die Marktsaison hat endlich begonnen und die Besucher stürmen bei herrlichstem Sonnenschein den Plan Smile , es scheint als läge der letzte Termin grad mal eine Woche zurück und nicht 200 Tage, alles läuft so wie immer, die Markteröffnung funktioniert reibungslos, Ede macht immer noch die selben alten Witze und auch bei den Händlern und Versorgern hat sich nicht viel getan. bei einer schnellen Runde über den Plan hab ich mir die neuen Händler angesehen, einige ganz nett, andere naja, ich trag ja auch ganz gerne mal die ganz bunten Klamotten (alle Farben gemeinsam ergeben ja bekanntlich schwarz) aber ich denke der Stand von Unlicht passt mal überhaupt nicht auf das MPS genau so wenig wie ein bekannter Schamane, so etwas stört meiner Meinung nach die Atmosphäre, auch wenn ja der Zusatz 'Phantasie' im Namen der Veranstaltung steht.
Irgendwie gibt es ja Dinge die einem nachhängen, immer wieder tauchten bei mir (und wie ich später erfuhr auch bei unserem guten Eduard von Sollich) im laufe des Tages Leute auf die Fragen, Anregungen, Ideen und Beschwerden zur Pest hatten, man wollte es einfach nicht wahrhaben das wir nichts mehr damit zu tun haben und sie sich an 'die neuen' wenden müssen.
Im laufe des Tages ist ein sehr gutes Stichwort, im laufe des Tages konnte ich in den riesigen Besuchermassen bekannte Gesichter entdecken, unter anderem Mimi und ihre Ma, Lulu und dat Muddern, ein gewisser Seelenfänger und ganz viele andere bei denen die Zeit leider nur für einen kurzen Gruß oder ein Winken gereicht hat. Ganz besonders freue ich mich das nicht nur ich Leute gefunden habe sonders das auch einige mich und mein Lager fanden und dort auf den einen oder anderen Met oder ein Wasser eingekehrt sind (noch mal sorry, aber ich hab einfach nicht an die Kutschenlenker gedacht und hatte einfach zu wenig Mineralwasser da Sad ). Zu den werten Besuchern zählten unter anderem Rhiannon, Silentia, Ulf von Schellenberg nebst seiner Tochter und Lady Lilith mit Begleitung und ihrem Hund - mein neuer Lagerhund Wink




Der Tag verging wie im Fluge und schon war es Zeit Kerzen, Laternen und Fackeln zu entzünden und ein leckeres Steak auf den Rost zu schmeißen. Nach dem Essen stand ein gemütlicher Rundgang durch den Heerlagerbereich an, einfach nur umherschlendern, quatschen und genießen - das sind die Momente die aus so einem Marktwochenende einen erholsamen Kurzurlaub machen. Kurz vor der Pest kehrte ich bei der Ritterschaft von Sollich ein um den Herzog - der ebenso wie ich die hinzugewonnene freie Zeit genossen hat Wink - abzuholen, wir wollten uns die Pest in aller Ruhe aus der Perspektive der Besucher und mit dem Hintergrundwissen der nicht Unwissenden anschauen (wieso hab ich grade das Bild der beiden meckernden Opas auf dem Balkon bei den Muppets im Kopf?). Viel will ich zu der Pest hier nicht schreiben, es war die erste der beiden neuen Orgas und daher bleibt zu hoffen das sich die ganze Sache noch einspielt und viel runder läuft. Im Anschluss ging es dann geschwind zurück ins Lager, das Handtuch greifen und ab zum Zuber - jaaa, so lässt es sich leben, ganz gemütlich war entspannen im heißen Wasser angesagt und sogar unsere Zubermaid Conni die derzeit nur als Besucherin auf den Märkten weilt (für Moers ist der Marktnachwuchs ausgerechnet), stieg mit ein.
Auf dem Rückweg bin ich dann im Lager von Mirko hängen geblieben, der Barde der derzeit das Duivelspack verstärkt saß dort am Feuer und griff in die Saiten. Irgendwann, ich hab noch nicht mal auf die Uhr geschaut bin ich in die Felle gekrochen und hab eine Nacht mit diesmal viel angenehmeren Temperaturen verbracht.

MPS Gelsenkirchen 2010

MPS Gelsenkirchen 2010
Freitag, 23.04.2010

Hurra, endlich ist Markt, endlich wieder ganz normale Leute!
Relativ früh geht der Wecker, ein schnelles Frühstück, die restlichen Kleinigkeiten ins Auto gepackt und es geht nach Gelsenkirchen. Schon bei der ersten Runde über den Plan viele bekannte Gesichter die auch gut über den Winter gekommen sind. Recht früh begann ein gutgelaunter Igor mit der Platzvergabe, zu der auch ein gewisser Herzog Eduard von Sollich noch rechtzeitig eintraf. Zusammen mit MacLeenen, der Lageromi und Mirco wurde ein großes Lager um eine Baum- Buschgruppe aufgebaut, das ganze ging entspannt und ruhig von statten,
wirklich ein Wunder, nach dieser langen 200 tätigen Winterpause klappte alles wie am Schnürchen, die Zelte standen Ruck Zuck, das Sonnensegel machte auch keine Mucken und nichts wirklich Wichtiges lag noch zu Hause. Die neuen Kisten, die neuen Packlisten und das frühzeitige Einpacken haben sich bewährt.



Der einzige Wehrmutstropfen an diesem sonnigen ersten Aufbautag war - wie sollte es auch anders sein - das typische Gisi Brennholz, obwohl, eigentlich war es gar nicht mal typisch für Gelsenkirchen, es war richtig gut trocken aber dafür wurde es als ganze Stammabschnitte in Meterlänge geliefert, ohne Kettensäge, Spaltaxt und Keile eine Beschäftigung für das ganze Wochenende. Da ich dieses Wochenende eigentlich genießen wollte machte ich mich auf den Weg zum nächsten Baumarkt 'mal eben schnell' Brennholz holen, leider war das nicht so einfach, beim Baumarkt quasi um die Ecke suchte ich vergebens und man teilte mir mit das es ja schließlich nun Sommer sei und das Brennholz deswegen aus dem Sortiment sei, eine nachvollziehbare Erklärung warum denn noch Kaminöfen, Terrassenfeuer und Feuerschalen verkauft werden und womit man diese befeuern soll konnte man mir nicht geben. Nach einer längeren Rundreise konnte ich tatsächlich im vierten Baumarkt das Holz ergattern und mit einem Vorrat für drei Lager zum Plan zurückfahren.
Auf dem Rückweg erlegte ich das Abendessen im Supermarkt und auch das passende Grünfutter konnte ich dort ernten. Zurück im Lager wurde die Grillkohle angeschmissen und die Steaks auf den Rost gehauen, kaum zu glauben, aber an diesen Tag war das Essen sogar vor der Heerlagerbesprechung fertig, zumindest die erste Portion, die restlichen Fleischhäppchen gab es im Anschluss.
Bei der Heerlagerbesprechung das gleiche Bild wie bei der Einweisung, etliche bekannte Gesichter aber auch sehr viele neue, im Winter hat sich in der Heerlagerszene anscheinend einiges neu- und umgebildet. Viele Neuigkeiten wurden verkündet, vom neuen Marktmeister über die Wirksamkeit der Anmeldekaution, der neuen Planbeschau und Burgerstürmung, der neuen Pestorga bis hin zum neuen Metbier welches Gisi zum verkosten verteilte - allgemein schien es gut zu munden, für jemanden der normalerweise Alt- oder Bitterbier bevorzugt war es das pure Honigsüße Grauen brrrrrr. Dann gab es noch eine Ansage mit ernstem Hintergrund, Gisi und das verbliebene Team wollen restriktiv gegen den Konsum illegaler Drogen auf dem MPS vorgehen, eine Aktion die gut zu heißen ist, noch besser fände ich, wenn das MPS Team mit gutem Beispiel voran ginge und auch den Konsum legaler Drogen wie Alkohol stark einschränken würde.
Am späteren Abend besuchte ich das Lager der Ritterschaft von Sollich auf eine gemütliche Plauderrunde - sofern man bei den abstürzenden Temperaturen von gemütlich reden konnte, es wurde fast schlagartig saukalt und schnell verkrochen sich alle in die Zelte. Diese Nacht war bestens geeignet die neue Zeltheizung zu probieren und ich muss sagen sie ist klasse wenn man sich an die Einstellung gewöhnt hat, trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt bin ich in der Nacht wach geworden weil es einfach zu warm in Zelt war.