Freitag, 22. Mai 2009

Wassenberg 2009 - 16.05.2009

Samstag 16.05.2009

Hilfe, was soll das denn? mitten in der Nacht veranstalten die Glocken der benachbarten Kirche einen Höllenlärm, das hat sich mit weiterschlafen soeben erledigt.
Also aus dem Schlafsack gequält und Frühstück gemacht, alles ganz in Ruhe, ist ja fast noch in der Nacht, grad mal 8 Uhr.
Nach dem Frühstück eine Runde über den Markt, schauen wo es einen Kaffee abzugreifen gibt, Bella Rosa ist ja nicht mit ihrem Stand in Wassenberg vertreten. Leider ist bei Yvonne vom Zuber nichts zu holen, der Wasserdruck ist so niedrig das die Kaffeemaschine nicht funktioniert und da das Wasser nur aus dem Schlauch tröpfelt ist es fraglich ob der Zuber überhaupt voll wird. Vorsichtshalber trotzdem für den Abend einen Termin gemacht und wo man grad dabei ist direkt schonmal Termine für Pfingsten in Howe.
An einer Taverne bei der Gauklerbühne hab ich dann endlich einen frischen Kaffee bekommen, hurra, der Tag ist gerettet.
Mit kleinen arbeiten wie Holz hacken und plaudereien verging schnell die Zeit bis zur Marktbesprechung die nichts neues ergab, auch bei der anschließenden Pestbesprechung war alles so wie immer. Die Markteröffnung ging glatt und routiniert über die Bühne, so langsam spielt sich wieder alles ein. Bei der Markteröffnung war der Fotoschlumpf unterwegs und hat wieder sehr schöne Bilder gemacht.
Die Herschau war wieder genau so nichtssagend und langweilig wie in Gelsenkirchen, dort muss sich unbedingt was ändern.
Den ganzen Tag über war ich immer mal wieder zwischendurch Pestmäßig beschäftigt, ich denke die Strecke die wir uns überlegt haben und der Platz für die Abmoderation werden aus der Pest was besonderes machen.
Wie schon in Gelsenkirchen unterstützte ich Sarah beim Vorbereiten des Zuges, der Aufstellung und Instruktion der Fackelträger, während der Pest wieder wie üblich als Ausleuchter. Was soll ich sagen, die Pest war wirklich gelungen, trotz Hänger mit dem Stichwort für die Turmleiche. Horres und Marenka haben sich vor der Pest auf einen Satz als Stichwort geeinigt und als es soweit war, passte es nicht, Horres hat beim improvisieren alles anders formuliert und die Leiche trat nicht in Erscheinung, also war wildes improvisieren angesagt, die Wachen wurden ins Publikum geschickt um nachzusehen ob villeicht doch Fremde in der Stadt seien und fanden schlußendlich das Opfer. Bei dieser Geschichte ist eine Spielzsene herausgekommen die in ähnlicher Form durchaus zukünftig gespielt werden kann ;) . Die einzelnen Stationen waren dann sehr schön ausgespielt und zum Abschluss ging es nicht zur hellerleuchteten Gauklerbühne sondern durch die mit Fackeln, Feuern und Laternen beleuchteten Heerlager zu den Turmresten der Stadtmauer. Der Zug entschwand durch die Pforte in der Mauer und Horres stand mit seiner Laterne auf der alten Turmmauer und legte eine 1a Abmoderation hin die den Zuschauern sicherlich eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken schickte. Meiner Meinung nach wird es schwer dieses zu toppen.
Nach der Pest wartete der wohlverdiente Zuber auf uns und wir konnten gemütlich im warmen Wasser bei einem guten Bier das Nachtkomzert von Samo genießen. Fast schon traditionell klang der Abend beim Clan Kincaid MacLeenen aus und irgendwann viel ich in die Felle.