Donnerstag, 25. Juni 2009

Historienmarkt Büsum 20.06.2009

20.06.2009

Recht früh waren wir munter, der Markt beginnt ja auch früh, und begannen ersteinmal mit einem ausgiebigen Frühstück, reichlich Kaffee, frische Brötchen und leckerem Kuchen - Danke Tenar!
Zum Glück hat der Wind nachgelassen und es war recht problemlos die Sonnensegel aufzustellen, auch mein Zelt war kein Problem und stand in kurzer Zeit mit zusätzlicher Abspannung. Direkt an unserem Lagereingang gelegen bot es sich als Schauzelt an und wurde kuschelig dekorativ hergerichtet.



Die morgendliche Besprechung fand im ungewohnt entspannten Rahmen statt, es wurde gebeten die geplanten Aktionen zu unterstützen und somit zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Da das Gelände recht weit außerhalb liegt finden im Ort selbst auch verschiedene Aktionen statt, auch sollen wir mit dem eingerichteten shutle service einfach in den Ort fahren, dort ein wenig herumspazieren und die Leute neugierig machen. Auch ansonsten scheint für alles gesorgt zu sein, sollte das (trockene !) Brennholz zu Ende gehen reicht ein kurzer Hinweis und es gibt Nachschub, auch sei man für Hinweise und Anregungen dankbar.
Leider haben aufgrund der Sturmwarnung sehr viele Händler kurzfristig abgesagt und die Marktfläche wurde massiv verkleinert, eigendlich schade, aber der Markt war damit so zimlich tot Sad
Leider machte auch die Pest nicht den besten Eindruck, trotz aller schauspielerischer Leistung der Darsteller gelang es nicht wirklich eine dementsprechende Athmosphäre herzustellen - 13 Uhr ist halt einfch keine Pestzeit Sad
Die Essenzubereitung gestaltete sich recht abenteuerlich, geplant waren Wermuthhünchen, leider gab es dieses Getränk nirgendwo sodas auf den altbekannten Met als Kochzusatz ausgewichen wurde. Das nächste Problem ergab sich bei den Hühnern, es wurden tiefgekühlte mit beigepackten Innereien gekauft, wie bekommt man bloß diese Beutel aus dem Vieh? Also erstmal die Vögel komplett zum auftauen in die Suppe und dann mit roher Gewalt "aufbrechen und ausnehmen" Irgendwie haben wir uns bei der "Operation Suppenhuhn" vor Lachen ausgeschüttet. Aber die ganzen Mühen haben sich gelohnt, es hat hervorragend geschmeckt und war so reichlich das wir auch am Sontag nochmal davon essen konnten.
Nach dem essen machten sich einige zu einem Verdauungsspaziergang in den Ort auf um dort Flyer für die Veranstaltung zu verteilen, an der Treppe beim Museeumshafen war der Infostand der Veranstalter aufgebaut und der Marktvogt kommentierte das dort vorgeführte Programm, sogleich wurden wir dem Volke vorgestellt und flanierten huldvoll winkend am Pöbel vorbei Smile
Nachmittags schaute kurz Christian nach der Arbeit vorbei und nahm unsere Heuschnupfengeplagte Roveena mit nach Hause damit sie eine halbwegs ruhige Nacht hat.
Zum Abend hin nahm der Wind wieder zu, der Himmel bewölkte sich und es wurde kühl, also höchste Zeid das Lager zu iluminieren. Wie gewohnt war das Krähennest wieder das am schönsten beleutete Heerlager, rund 40 Laternen, Feuerschalen und etliche vom Veranstalter gestellte Fackeln schufen ein einladendes Ambiente.
Im laufe des Abends traf auch Sam ein und gesellte sich zu der Runde die den verschiedenen Darbietungen im Abendprogramm folgte. Leider hatten die Feuerkünstler alle mit dem Wind zu kämpfen und manch ein Programteil wollte einfach nicht gelingen. Zwischenzeitlich haben Faxe und einige Recken der "nordischen Wut" den Weg an unsere Feuerstelle gefunden und gemütlich wurde das eine oder andere Bier verkostet. Gegen Dämmerung klang der Abend aus und ich kroch in die Felle.