Donnerstag, 10. September 2009

MPS Hamburg Samstag, 05.09.2009

Das ungemütliche Wetter vom Freitag hat sich auch in der Nacht ausgetobt, es gab Regen und Wind. Mehrmals war ich nachts draußen die Heringe nachschlagen, der Regen hat die Wiese weich gemacht und der Wind hat am Zelt gezerrt - einmal hat es schon zwei Schlaufen von der Bodenbefestigung ausgehangen, eine mehr und das Zelt wäre gefallen - gut das man bei solch einem Wetter einen leichteren Schlaf hat , naja, nicht jeder, Sam hat nur einmal kurz die Augen aufgemacht und ist nach einem 'nichts passiert, schlaf weiter' sofort wieder eingeschlafen :)
Nach der Nacht war dann auch morgens mal nicht ein ganz so frühes Aufstehen angesagt, wach wurde man ja dann doch schon mal irgendwann, aber wenn es draußen so ungemütlich aussieht bleibt man doch gerne noch ein wenig (länger) in den kuscheligen warmen Fellen liegen.
Aber irgendwann muss man sich doch überwinden und hinaus ins kalte, Schnell etwas Frühstücken, die Einkaufsliste besprechen und so allmählich das Lager Besuchertauglich machen. Bald wurde es dann auch schon Zeit zur Morgenandacht zu gehen und bei der Pestbesprechung mitzumachen. Zum Glück hatte ich für unser Lager die gewünschten Rollen schon am Vorabend reserviert, die Rollen als Geißler waren doch recht gefragt.
Irgendwie zieht sich die Besprechung immer länger, kurz vor Markteröffnung waren wir fertig und konnten schnell zurück die letzten Kleinigkeiten erledigen. Und dann wurde es voll, trotz ungemütlichem Schietwetter strömten die Besucher auf den Plan,



auch "unsere Besucher" Roveena, Santissima und Akemi sowie Annika, Mo und Lilli schauten vorbei und verbrachten den Tag mit uns. Jan nutzte die Gelegenheit herauszufinden warum seine Holde mit solch einer Begeisterung auf Märkte fährt und lagerte als Gast mit uns bis Sonntag. Leider mussten wir Saya, Friedrich und Ernaut schmerzlich vermissen :(
Zwischendurch ging es dann zur Heerschau, wirklich imposant welch einen großen Zug die Heerlager auf die Beine stellen, währe dann auch noch die Stimmung wie bei der alten Soldauszahlung - oha, das wäre einfach gigantisch. So zog dann ein riesiger stiller Lindwurm über den gesamten Plan bis hin zum Kampfplatz. Hmm, irgendwas ist anders als sonst, richtig! da fehlt das Seil. Kurzerhand wurde das Tauziehen ausgesetzt und der ganze Heerlagerzug begleitete Bruder Rectus nach Rom.
Zwischendurch haben wir ganz spontan von Agnes und ihrem Recken eine Einladung zum mitzubern bekommen und waren pünktlich mit einem Handtuch bewaffnet bei Yvonne am Badehaus. Leider hatten wir, das Pech das das Wasser komplett neu gefiltert werden musste - die Bade"Gäste" vor uns hatten zu reichlich dem Alkohol gefröhnt und es nicht geschafft sich zum Erbrechen hinaus zu begeben :( Mit einigem hin und her Geschiebe gelang es dann doch noch einen Termin am Sonntag frei zu machen. Mit langen Gesichtern ging es zurück ins Lager, zum Glück gab es dort noch leckere Gefüllte Paprika :)
Bald wurde es auch Zeit zum Schminken für die Pest und diesmal musste ich nicht nur zum quatschen dahin, nein, an diesem Samstag renn ich nicht wie bekloppt mit zwei Fackeln über den Plan, Kai muss ohne mich auskommen aber ich denke Laura hat mich ganz gut vertreten. Nach langer Warterei waren wir auch geschminkt und mit der "Gewandung" versehen und konnten noch ein wenig im Lager am Feuer sitzen. Irgendwie ist es ja doch erstaunlich, in Hamburg sind rund 100 Heerlager angemeldet aber noch nicht einmal alle Positionen sind besetzt - und wenn ich mir dann ansehe wie viele Pestler alleine vom Krähenvolk gestellt werden dann passt das nicht so ganz. Ich hoffe mal das nächstes Jahr die Pest nicht als Pflichtveranstaltung durchgezogen wird.
Nach einer kurzen Einweisung wurden alle auf die Stationen verteilt, zu uns (Sam, Agnes, Thies und mir) gehörten dann noch drei Leute womit wir vermutlich die größte Szene stellten. Irgendwie war das Wetter echt ungemütlich, feucht und kalt und dann dauerte es auch noch ewig bis es losging, da half nur ein Gruppenkuscheln. Endlich ging es los und Thies legte eine super Predigt hin, nur immer wieder schade wenn besoffene Touris meinen mit blöden Sprüchen witzig sein zu müssen. Sobald der Zug in Sichtweite war begann ich gegen die scheinheiligen Nonnen und die feisten Mönche zu wettern, nach der letzten Station hatte ich ein wunderbares Opfer in der direkten Nähe, unser Doctore Udo lief genau neben der Geißlergruppe und schaute ersteinmal ganz verdutzt als ich ihn anspielte und die Quacksalber und Scharlatane verdammte und alle aufforderte zu büßen und nicht auf die Doctores zu hören; im ersten Moment brachte er nur ein verdattertes "brennt Weihrauch" heraus aber dann entwickelte sich ein netter verbaler Disput. Kaum waren wir an der Bühne vorbei im off fing es auch schon wieder mal an zu regnen und zu winden - und die Freundin von Thies die unsere Umhänge trug stand vor der Absperrung und wurde nicht durchgelassen. Irgend ein freundlicher Mensch nahm Sam, Agnes und mich unter den Umhang und er war 'Gruppenzitten' angesagt.
So schnell wie möglich gaben wir die Geißeln zurück und eilten zum Zuber, gut das wir so durchgefroren ins warme Wasser hüpfen können was wir auch lange und ausgiebig genossen haben. Jan konnten wir nicht überreden mit einzusteigen und so stand er an der Theke und probierte so einige Mc Mellow - jaja, da schmeckt man so garnicht den Alkohol ;)
Gut aufgewärmt und fast mit der notwendigen Bettschwere ging es gegen zwei ins Lager und nach einem oder zwei Bieren kuschelten wir uns in die Felle.

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