Samstag, 8. Mai 2010

MPS Gelsenkirchen 2010

Sonntag 25.04.2010

Was um Teufel ist das für ein Höllenlärm?
blasen die Engel zum jüngsten Gericht?
oder geht die Welt unter?
Feuer??
mühsam mache ich die Augen auf und blinzel auf die Uhr, kurz vor sieben und da trompetet immer noch etwas, ein müder Blick aus dem Zelt lässt mich staunen, vor dem Zaun ist eine ältere Dame mit Fahrrad und Hunden unterwegs, trompetet auf einem Jagdorn und ruft unverständliche Dinge
BOGENSCHÜTZEN !!!!
einmal wach hat sich das mit dem schlafen erledigt und ich besuche mal das blaue Reich von Knolli und versuche irgendwo braunen Lebenstrunk zu ergattern, dank der 'netten' Trompeterin sind auch schon andere wach und die Kaffeemaschine am Zuber läuft schon kurz vor dem roten Beeich auf Volllast. frisch gestärkt und fast nicht mehr müde geht es zur Morgenbesprechung, der Sonnenschein dabei lässt schon erahnen wie das Wetter heute wird, einfach nur gut. Nebenbei erfahren wir das es gestern vermutlich der beste Saisonstart ever gewesen sein könnte und man auch für den Sonntag auf einen Wetterbedingt großen Besucheransturm hoffe.
Die Markteröffnung war dann allerdings nicht so gut besucht wie am Vortag, aber das ist ja ganz normal, die Besucher trudeln Sonntags meist erst nach dem Mittagessen ein. Bei herrlichem Sonnenschein ziehen ein stimmlich angeschlagener Vogt und ein gut gelaunter Mönch die Markteröffnung durch und direkt im Anschluss spielen die Schelme auf, was hab ich doch diese hervorragende Truppe um Susanne und Rainer vermisst, direkt beim ersten Stück war die Menge begeistert am mitgehen, ich freue mich jetzt schon auf das Abendkonzert.
Auch an diesem Tag konnte ich liebe Besucher bei mir im Lager begrüßen, unter anderem Silentia, Ulf und seine Tochter und auch Jutta unsere Haus- und Hoffotografin. Foto ist auch wieder ein gutes Stichwort, in aller Ruhe hab ich die übliche Sonntags-Fotorunde gedreht und das eine oder andere schöne Bild eingefangen, allerdings nur allgemeine Überblicke, mal schauen welcher Schwerpunkt sich dieses Jahr herauskristallisieren wird.
Am Nachmittag nahm ich gerne die Einladung an und stieg mit ins heiße Wasser, lieber alles genießen anstatt jetzt schon den ganzen Kleinkram im Zelt zu packen Wink




Auch nach dem Zubern hab ich nicht gepackt, trotz eventuellem Regen in der kommenden Nacht hab ich mich entschlossen erst am Montag morgen ab zu bauen, schließlich hat man ja den Tag noch Urlaub.
Das Abendkonzert der Schelme war einfach nur wieder klasse, Rainer erzählte wieder Dönnekes, Luzi ließ den Rock fliegen, einen Schandfleck gab es selbstverständlich auch und die Stimmung wurde von Stück zu Stück besser obwohl man jedesmal dachte das es gar nicht geht. Der neue Schlagwerker den ich schon beim Rockprogramm in der Matrix gesehen hab, hat sich bestens in die Truppe eingefügt, er könnte villeicht noch ein wenig lockerer werden, aber das hat Picus ja auch geschafft, der hat sich an dem Abend übrigens selbst übertroffen, beim vorletzten Stück ist das Fell von seiner Davul gerissen und provisorisch mit Tape geflickt worden. Nach dem 'letzten Stück' zerschnitt er das kaputte Fell und warf die Stücke in die Zuschauermenge und Dextro bekam auf der Bühne einen Lachanfall nach dem Motto "Liebe Zuschauer, nun könnt ihr mal sehen wie ein Davulspieler die Zugaben auf einer Davul ohne Fell spielt". Da das natürlich nicht ging musste improvisiert werden (wie wohl den ganzen Abend schon, beiläufig wurde mal erwähnt das sie es doch geschafft haben genau das erste Lied der Setlist zu spielen) und Picus griff sich eine Djembe mit der er allerdings dann doch einfach nur unterging und so wurde dann als letztes Lied das Stück mit den Chinesischen Klangschalen dargeboten das sonst meist im Nachmittagsprogramm gespielt wird, ein ungewöhnlicher aber gar nicht mal schlechter Abschluss für einen Schelmenkonzert.
Zurück im Lager hörte ich mir die neuesten Wetterprognosen an und entschloss mich doch schon so viel wie möglich ab zu bauen und ins Auto zu packen, Ruck Zuck war das erledigt und es stand nur noch die kleine Hundehütte mit dem Bett. Zum Abend gab es dann noch einmal Steaks, praktischerweise hatte meine liebe Nachbarin die Lageromi noch Platz auf und am Feuer, den Abend ließ ich dann bei den MacLeenen ausklingen.
Am Montag morgen wurde schnell das nasse Zelt (ja, es hat in der Nacht doch geregnet) eingepackt und es ging schnell nach Hause, Zelt aufhängen, Wäsche waschen, Kisten auspacken und duschen Wink

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