Dienstag, 10. August 2010

MPS Dortmund 2010 - die Woche vorher

Nach dem MPS in Wassenberg hat alles auf dem Dachboden zum lüften und durchtrocknen gehangen und ist nach und nach direkt in die Kisten verschwunden. Am Montag standen alle Kisten und Säcke transportfertig auf dem Dachboden gestapelt und mussten nur noch ins Auto geladen werden.
Für das Wochenende haben sich nicht nur viele Tagesbesucher angesagt, da sie ihren Prüfungsstress hinter sich hat will Sam runter kommen und mitlagern. Irgendwie hab ich ursprünglich für Dortmund ja keine freien Tage eingeplant und so musste ich irgendwie schauen das ich frei bekomme und zwar direkt 4 Tage. Nach einigen jonglieren mit Freizeitkonto, Freischicht und Gleitzeit klappte es tatsächlich und auch die vergünstigten Spezialtariftickets für die Züge waren noch zu haben. Passt doch alles, Donnerstag morgens früh zum abholen nach Schleswig und direkt gegen 11 wieder zurück nach Essen, einen gemütlichen Abend machen oder ins Pulp gehen, Freitag morgen fix in Dortmund aufbauen und abends in die Matrix. Sonntag abend oder Montag morgen abbauen und einen gemütlichen Tag am Baggersee oder in der Sauna machen und Dienstag mittag wieder nach Schleswig und zurück. Tja, und dann kann ich eigentlich nur unseren Horris als Nachtwächter bei der Pest zitieren: "Aber manchmal, manchmal kommt es ganz anders als man denkt."
Am Anfang der Woche erfuhr ich das Sam mit einer Pneumonie flach liegt und nicht nach Dortmund kommen kann. Also schnell wieder versuchen alles umzuschmeißen, die Freien Tage am Donnerstag und Dienstag hab ich zurückbuchen lassen, leider ging das bei den Fahrkarten nicht, Rückgabe, Umtausch oder Storno nicht möglich Sad


MPS Dortmund 2010 Freitag, 18.06.

Hmm, was ist das denn für eine seltsame Zeit für den Wecker? irgendwie viel zu spät für die Arbeit, und für Markt eigentlich auch, achja, heute muss ich ja quasi nur um die Ecke, in 20-25 Minuten sollte ich es zum Plan schaffen. Dann mal ganz gemütlich aufstehen, Frühstücken. Kaffee zum mitnehmen kochen und nach Dortmund schaukeln.
Rechtzeitig ist der Plan erreicht und die ersten Bekannten begrüßt. Schnell ist mit der Lageroma und den MacLeenen geklärt welchen Platz wir gerne hätten und pünktlich um kurz nach zehn beginnt Igor mit der Platzvergabe. Da man ja lernfähig ist haben wir direkt mit mehreren Leuten gerufen und haben das ausgesuchte Stück im Wald bekommen. Schnell waren Zelte und Sonnensegel aufgebaut und dann wurde der Wald gefegt - naja nicht ganz, aber im Bereich der Feuerstelle und der Sitzecke unterm Sonnensegel musste das Laub weg und da hatte sich eine bestimmt 15-20 cm hohe Schicht angesammelt. Am Nachmittag ging es ganz entspannt zum Einkaufen, da die deutsche Mannschaft am Nachmittag spielt sind die Geschäfte wie leergefegt Smile
Zurück auf dem Plan werden die Grillkohlen angeheizt und schnell was vor der Besprechung gefuttert. Neues hatte Igor nicht zu Berichten aber wegen der Info zur Burgerstürmung zog sich die Heerlagerbesprechung wieder hin. Zum Glück war anschließend noch genügend Glut für die zweite Grillrunde vorhanden. Irgendwie bin ich überhaupt nicht mehr dazu gekommen jemanden zu Besuchen, bis in den späten Abend haben die Lageromi, Sandra, Ossi und ich zusammengesessen und gequatscht, bis es Zeit wurde in die kuscheligen warmen Felle zu kriechen.



Irgendwie hänge ich mit den Berichten aus mehreren Gründen total hinterher, zum einen fehlen mir die langen Zugfahrten bei denen ich sonst schon mal die Rohfassung geschrieben habe, zum anderen habe ich mir auch noch das Lappi geschossen und zum dritten war ich zwischendurch ein paar Tage an der Nordsee und hatte da keine Lust am Strand oder auf dem Campingplatz den alten, schweren uralt Ersatzlappi auszupacken und letztendlich hab ich irgendwie grade einen Tiefpunkt was kreatives Schreiben angeht. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine Kurzfassung vom restlichen Dortmund, meinem Urlaub mit Hörnerfest, Lager in Roveenas Garten, Heider Marktfrieden, Köln und eventuell Karlsruhe.


Dortmund, die Fortsetzung
Nach einer ruhigen Nacht und einem stärkenden Kaffee gab es bei der morgendlichen Besprechung nicht so wirklich viel neues, außer das Gisi erklärte das in diesem Jahr auf vielen Veranstaltungsflächen weniger Heerlager aufbauen und zum Glück ein Großteil der Klein- und Kleinstlager weggeblieben sei weil ja die meisten von denen eh nur aufbauen um den Eintritt zu sparen und nur saufen und sich nirgendwo beteiligen Sad
Achja, es gab richtig stilvolles Frühstück, Steak im Brot und als 2. Frühstück Rührei Smile
Für Dortmund hatte sich wirklich reichlich Besuch angekündigt und ich habe mich riesig gefreut das Flo und Manja tatsächlich von Süditalien nach Dormund gekommen sind, auch Rhiannon und Silentia trafen kurz nach der Markteröffnung ein und zählten ebenso wie Lady Lilith mit ihrem Mann und meinem Lagerhund zu den gern gesehenen Gästen in meinem Lager. Auch für Jutta findet sich immer ein Platz im Lager um sich mal in Ruhe zu setzen und den Füßen Erholung zu gönnen. Bei so viel Besuch verfliegt natürlich die Zeit wie im Fluge und schon stand die Pest vor der Tür, wie so oft war ich als Ausleuchter dabei, irgendwie verlief diesmal alles recht chaotisch und als bei der Turmszene der Hauptmann mit gegürtetem Schwert einen meiner Ausleuchter fast umwarf und mich mit seiner Plattenrüstung anrempelte war ich ganz kurz davor die Brocken hin zu schmeißen, verdammt noch mal, wofür wird bei der Pestbesprechung denn gesagt das Waffen und Rüstungen bei der Pest nicht zu suchen haben.
Nach der Pest stand noch Zubern auf dem Programm, aber irgendwie war es einfach viel zu kalt und zu zugig so das wir schon nach rund einer halben Stunde wieder raus sind. Flo und Manja machten sich dann auch auf dem Heimweg und ich bin dann wieder am nachbarschaftlichen Lagerfeuer versackt.
Nach einer ruhigen Nacht und einem kurzen Frühstück wurde es auch schon Zeit für die Besprechung, danach schnell in die Gewandung geschmissen und alles vorbereiten, für heute hat sich die Familie zum Waffelnessen angesagt, bis zum eintreffen von Oma und meiner Ma mit Freund hatte ich auch tatsächlich eine annehmbare Metmischung für die Waffeln zusammengemischt - schnell noch mal probieren ob das auch wirklich so geht Very Happy scheint auf jedem Fall gepasst zu haben, ist keine einzige Waffel übrig geblieben. Auch heute ist die Zeit einfach nur so geflogen, das Waffeln machen ist doch immer recht langwierig und auch Besuch gab es reichlich, neben meiner Familie waren wieder Lady Lilith mit Mann und Hund da und auch einige der Mittelalterfreun.de schauten kurz vorbei. Und schon war der Markt zu Ende, ich hab es noch nicht einmal geschafft die obligatorische Fotorunde zu machen und hab somit nicht den kompletten Plan gesehen. In aller Ruhe ging es an das erste zusammen räumen und Kisten packen. Abends wurden alle Reste weg gegrillt und noch einige zeit gemütlich geschnackt. Nach einer Ruhigen Nacht ging dann der morgendliche Abbau schnell von der Hand und zu Hause wurde dann alles zum trocknen und lüften gehangen.

Zum zusammenräumen und Kisten neu packen hatte ich dann richtig viel Zeit, zwei Wochenenden ohne einen Markt, naja, fast, am Donnerstag den 8.7. ging es in den Urlaub, früh am Morgen ging es Richtung Norden, Ziel ist das Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen, und das Wetter meinte es wirklich gut, schon direkt bei der Abfahrt sind offenes Fenster und Schiebedach angesagt. Von einigen Staus und Baustellen abgesehen bin ich gut und fast planmäßig angekommen und machte mich zusammen mit den anwesenden Sub Divos daran das Lager und vor allem die Sonnensegel aufzubauen. Im Anschluss ging es dann schnell nach Elmshorn zum einkaufen, war irgendwie total witzig, als ob die da noch nie jemanden in schwarz gesehen hätten Very Happy
Traditionell wurde abends gegrillt und lange bei schönstem Wetter am Lagerfeuer geschnackt bis es irgendwann mal in die Felle ging. Morgens war dann nichts mit lange schlafen, nicht das irgendein Programm anstand oder draußen Radau war, nein, schon ganz früh am morgen brannte die Sonne und machte aus dem Zelt eine Sauna. An diesem Freitag begann dann gegen Mittag das Festival und als persönliches Highlight traten 'schottischen Holländer' auch als Rapalje bekannt auf. Insgesamt war der ganze Tag recht entspannt, ich hatte sogar Zeit die Brettchen zu schären und mit einer Borte für die Weste zu beginnen, es blieb allerdings bei dem Beginn, mehr als 20 cm habe ich nicht geschafft, es war die Tage so heiß das es einfach schon anstrengend war die Brettchen zu drehen Wink Lange nachdem die letzte Band auf der Bühne endlich Ruhe gegeben hat (wer 2008 beim MPS in Schleswig war, weiß wer das Publikum gequält hat) ging es dann in die Felle.



Auch am Samstag morgen trieb mich die Wärme aus dem Zelt, man konnte schon recht früh erahnen was der Tag an Hitze bringen würde. Als Tagesbesucher waren heute Steffi und Paul die mit dem Fahrrad gekommen sind und Sam dabei. Irgendwie wurde es dann so warm das jede größere Anstrengung zur Qual wurde, die Sanis haben im Schatten 41 Grad gemessen. Zum Zeitvertreib haben wir mal den Spieß umgedreht und fleißig die Besucher die am Lager vorbei gingen fotografiert, die Ergebnisse sind auf myspace zu bewundern. Am Abend spielte als vorletzte Band Feuerschwanz, nicht ganz so meine Musik, aber eine ganz witzige Bühnenshow. Nach einem längeren Schnack am Lagerfeuer ging es dann gegen 4 Uhr in die Felle.
*flap* *flap*
was ist denn nu los?
*kram* 6 Uhr????? ganz schön windig, aber noch nicht so schlimm, schön mal weiterschlafen.
*klapper* *klapper* Mist, 6:15 Uhr?? da scheppern die Laternen am Sonnensegel mit, jetzt doch mal aufstehen und nachsehen.
Der Wind ist ziemlich böig und die Sonnensegel schlagen ganz gut, zusammen mit Thundur dann ganz schnell zwei Sonnensegel runter genommen. Zum Glück hat sich das Wetter dann wieder beruhigt und es sollte erst gegen Mittag ein Unwetter geben. Der Veranstalter hat dann das Tagesprogramm Markt und Lager gestrichen und alle aufgefordert rechtzeitig ab zu bauen. Nach dem Frühstück legten wir dann los und gegen 11 war alles verstaut und als letzter der Gruppe fuhr ich dann los und grade auf der Autobahn angekommen gab es heftigsten Regen.

Zum Glück hielt das Wetter nicht lange an und als ich in Nordmeldorf den Campingplatz erreichte war es schon wieder trocken. Schnell war das moderne Iglu Zelt aufgebaut und ein Abstecher nach Büsum gemacht, schön das in den Touristenorten die Geschäfte Sonntags geöffnet haben. Nach einem kurzen Besuch bei Roveena ließ ich den Abend ganz gemütlich bei einem Bier, einer Shisha und einem guten Buch ausklingen.
Die nächsten Tage hab ich dann in aller Ruhe angehen lassen, zumeist in Büsum am Strand, ganz entspannt bei einem guten Buch die Sonne genießen. Zwischendurch hab ich dann einen halben Tag Kultur eingeschoben, Landesmuseum Meldorf, Stadthistorisches Museum Heide und was da so auf dem Weg lag. Leider war zum Thema Mittelalter nicht wirklich viel zu finden, das Archäologische Museum deckte den Zeitrahmen bis zum Mittelalter ab und alle anderen begannen bis auf ganz wenige Exponate frühestens am Ausgang des Spätmittelalters.
Bis auf den Montag Abend war das Wetter einfach nur hervorragend, da zog dann Abends bei leicht ablandigen Wind von See eine schwarze Unwetterfront landeinwärts. Schnell wurden alle Strandsachen zusammen gepackt und schnell zum Campingplatz gefahren, zum Glück grade rechtzeitig genug um festzustellen warum ich das Iglu Plastikzelt nicht mehr benutzen wollte und eine Plane da drüber zu werfen. An nächsten Morgen hab ich dann mal meine Mittelalter-Baumwoll-Hundehütte aufgebaut, die ist wenigstens dicht Wink ... und der absolute Hingucker auf einem Campingplatz.

Donnerstag Morgen war dann erst einmal Umbau angesagt, alles abbauen und bei Roveena im Garten wieder aufbauen. Nach und nach trafen die Krähen auf und es entstand ein kleines nettes Lager im Garten inmitten einer Wohnsiedlung.



Am Abend war eine erste Runde Marktfrieden angesagt und so fuhren wir zum Teil in Gewandung, zum Teil in schwarz nach Heide. Vom Parkplatz aus ging es durch die Einkaufsstraße zum Markt, die Leite haben geschaut als hätten sie nicht mitbekommen das in Heide ein Mittelaltermarkt stattfindet Very Happy Nach einer ersten Runde über den Plan ging es zurück in den Garten wo der Abend dann recht langsam bei dem einen oder anderen Bier ausgeklungen ist. Auch die nächsten Tage besuchten wir immer wieder den Marktfrieden und relaxten im Garten, insgesamt muss ich feststellen, wenn man gewohnt ist mit dem Heerlager aufzubauen, dann kommt man sich als Besucher irgendwie recht fehl am Platz vor, man hat einfach keine Möglichkeit mal seine Sachen wegzulegen oder einfach mal unter Sonnensegel zu sitzen und die Besucher zu beobachten. Nicht desto Trotz hatten wir unseren Spaß und beim Zubern sind sogar einige Spannertaler zusammen gekommen was man von Heide ja gar nicht kennt Wink Zum Abschluss des Wochenendes fuhren wir nach dem Abbau zur Dusenddüwelswarf und machten dort nette Fotos.



Nach einem letzten Besuch auf dem Marktfrieden fuhr ich wieder zum Campingplatz und baute dort noch einmal für zwei Tage mein Zelt auf.
Nach zwei Tagen Erholung am Strand ging es dann Dienstag Nacht in Richtung Heimat.

Nach einer Runde auspacken, waschen, trocknen, lüften und einpacken ging es dann Freitag morgen nach Köln. Grade eben rechtzeitig zur Platzverteilung traf ich ein und wurde schon ungeduldig von unserem Herzog erwartet, nach langem hin und her und pokern bekamen wir dann auch einen Platz der unseren Ansprüchen gerecht wurde. Nach dem flotten Aufbau ging es dann zum Einkaufen, Bier, richtiges Bier, hab ich zum Glück von zu Hause mitgebracht und so blieb dieses Jahr den Kölnern die Blamage erspart Wink Der Abend klang dann recht gemütlich bei der Ritterschaft von Sollich aus bis es Zeit wurde in die Felle zu kriechen.



Der Samstag verlief recht entspannt und eigentlich so wie immer, leider hing der Zeitplan mal wieder so das das Nachtkonzert schon während der Abmoderation begann, eigentlich kein Problem, es wahr kaum zu hören, ärgerlich war halt das endlich mal die Schelme ein Samstag Nachtkonzert spielen und ich es mir ansehen wollte - also nach den letzten Worten von Horis die Beine in die Hand genommen und ab zur Bühne. Das Konzert war echt der Hammer, erheblich besser als das was sonst Salatio Samstags abliefert Very Happy Nach den Konzert saßen wir noch recht lange im Lager der Sollichs zusammen bis es Zeit wurde die Felle zu suchen.
Der Sonntag war irgendwie durchwachsen, immer wenn ich grad mal Zeit und Lust hatte in den See zu springen, war das Wetter nicht wirklich einladend und tatsächlich, rund eine Stunde vor dem Marktende fing es an zu Regnen und hielt sich dann auch dran, wäre ja auch zu schön gewesen alles trocken nach Hause zu bekommen.
Also war zum Markt- und Urlaubende mal wieder volles Programm angesagt, auspacken, trocknen, waschen, aufhängen.
Trotz dem unfreundlichen Abschluss war es ein schöner und auch erholsamer Urlaub, und jetzt erst einmal ein paar Tage Erholung vom Urlaub Wink Telgte, wir kommen!

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