Montag, 10. Juni 2013

Der Winter….



…. ist vorbei


Den letzten Winter hab ich ja im Vergleich zu den letzten Jahren doch einiges mehr geschafft, so wurden zB. die Tunika und die Feuerkiste fertig und dann ging es irgendwie wieder alles ganz schnell obwohl mein Saisonstart erheblich später als sonst anstand. Dieses Marktjahr begann tatsächlich erst Fonleichnam und nicht mit einem MPS.
Kurz vor dem Marktwochenende kam dann auch das neue Sonnensegel für das dann auch noch neue Stangen und Abspannleinen her mussten, ich kann schon jetzt verraten das die Qualität offensichtlich hervorragend ist, Wind (Böen bis Stärke 6) und Regen hat es bestens überstanden.
Am Wochenende vor dem Markt ging es dann daran alles aus dem Winterquartier herauszuholen und reisefertig in die Kisten zu packen, am Dienstag stand Autotetris auf dem Plan, dank einer neuen Kiste und der Dachbox war ein komplett neues Spielfeld entstanden aber letztendlich passte alles
;)
Durch einen Fehler in der Terminvorschau der Karfunkel wurde der Aufbautermin von Donnerstag auf den Mittwoch vorgezogen, so ging es da dann direkt nach der Arbeit los Richtung Gütersloh um zum ersten Mal bei Anno 1280 aufzubauen. Suum cuique mit der Lageromi als Gast dabei waren schon vormittags vor Ort und haben für mich mit einen schönen Platz ausgesucht.





der Aufbau lief leider nicht ganz so glatt, beim Packen hatte ich irgendwie die falsche Zelthaut erwischt und stand da jetzt mit dem normalen Gestänge und einem viel zu kleinem Zelt… nochmal nach Hause fahren oder im Baumarkt schnell ein paar Stangen holen und die Tage ein etwas kleineres Zelt haben? In Anbetracht der Feierabendzeit habe ich mir die 250 Kilometer Autobahn erspart und bin in den Baumarkt gedüst, mit Zaunriegel, Pfosten und Nägeln wurde ein Zeltgestänge improvisiert auch wenn das Zelt-Sonnensegelverhältnis jetzt ein wenig komisch aussah. 





Letztendlich stand alles so wie es sein sollte improvisiert wurde und nach einer gemütlichen Grillrunde konnte der Abend ausklingen. Vermutlich wird der MPS erfahrene Leser jetzt den Bericht über die abendliche Besprechung vermissen, das liegt daran das es keine gab. Alles Wichtige wurde bei der Platzeinweisung gesagt, eine Besprechung gab es tatsächlich nur am ersten Veranstaltungstag vor der Markteröffnung, alles andere wurde weitergegeben wenn der Veranstalter oder die Marktmeisterin auf einem Rundgang zum schnacken und Tee trinken in die Lager kamen. Man kann nur sagen ein wirklich freundlicher und entspannter Umgang miteinander. Von der Größe her würde ich diesen Markt mit dem MPS Mosbach (ohne Turniergelände) oder dem ersten Jahr MPS Speyer vergleichen und trotzdem hat das Orga Team Zeit gehabt vorbei zu kommen einfach mal zu quatschen und nachzufragen ob alles in Ordnung ist, da fühlt man sich doch als Heerlager willkommen und geschätzt was ja beim MPS nach den letzten Einschränkungen und den Jammerpostings auf facebook nicht mehr wirklich gegeben ist (mit ein Grund das dieses Jahr nur 4 Termine dort auf meinem Kalender stehen). Da ich grade am Vergleichen bin noch einige "Kleinigkeiten" die einen erheblichen Unterschied ausmachen, es gab Feuerholz, richtiges Feuerholz, kleingeschnitten, gespalten und abgelagert, soviel benötigt wurde, sobald eine Gitterbox Kaminholz leer war wurde eine neue herangefahren. Für die Teilnehmer wurden dann auch extra Duschzelte aufgebaut, allerdings nur mit kaltem Wasser (und das war wirklich kalt;) ) wer warm duschen wollte musste ins örtliche Schwimmbad fahren für das das Teilnehmerbändchen als Eintrittskarte galt. Ach ja, direkt neben den Duschzelten stand der Toilettenwagen der nur für die Teilnehmer war.
Nach der ersten Nacht in kuschelig warmen Fellen stand der Feiertag an und auch da werden sich die MPS-kundigen wundern, der war kein Markttag. Eine gute Gelegenheit die Brettchen zu schären und mit anderen Lagerteilnehmern zu schnacken und sich auszutauschen. Recht kurzfristig und spontan ergab sich die Möglichkeit das ich bei Suum cuique mitverpflegt wurde, eine seeeehr gute Entscheidung,
das Essen war wirklich hervorragend.

 Bild von Rotscha

Und dann stand der erste Markttag an aber vorher ersteinmal ein langer freier Vormittag und ein langer freier Nachmittag, Markteröffnung war da erst abends um 18 Uhr und kurz vorher die erste Besprechung. Mein Büchlein zum notieren der wichtigen Dinge habe ich vollkommen umsonst mitgenommen, zusammenfassen kann man die Besprechung das es Programmpunkte gibt, die aber nicht wirklich festgemacht sind und dem allgemeinen Ablauf angepasst werden, eine zahlreiche Teilnahme ist erwünscht, ansonsten sei das Ziel für Besucher und auch Teilnehmer ein schönes Wochenende hin zu bekommen.
Die Markteröffnung war ein kurzer Zug über den Plan, das Begrüßen der Besucher und Anpreisen der Waren, das was man so üblicherweise auf den Märkten kennt. Das Abendprogramm ist laut Applaus und der Presse wohl recht gut angekommen, selber gesehen hab ich es nicht, irgendwie konnte ich mich nicht aufraffen. Auf jedem Fall war es nicht zu laut, sowohl die Vorstellungen auf dem Turnierfeld wie auch die Musici auf der Bühne waren in einer sehr angenehmen Lautstärke, also kein Stress durch Festivalmäßige Dauerzwangsbeschallung. Noch vor dem Marktende fielen mir die Augen immer wieder zu und ich hab mich in die Felle verkrochen, nur zum Feuerwerk habe ich nochmal aus dem Zelt gelinst
Samstag war dann der erste richtige Markttag und der begann mit einer weiteren Annehmlichkeit, dem Brötchenexpress



Am Samstag- und am Sonntagmorgen kam der Hofbesitzer mit frischen Brötchen für alle Teilnehmer rum, eine ganz tolle Aktion.
Bei der Markteröffnung habe ich die Lagerwache übernommen und in der Zeit alles fürs Brettchenweben vorbereitet. Trotz nicht ganz so schönem Wetter war der Markt recht gut besucht und immer wieder standen interessierte Besucher bei mir im Lager um sich das Brettchenweben anzusehen und der Sonntag war der absolute Hit, schon bei der Markteröffnung gab die Sonne ihr bestes und vor der Bühne war es rappelvoll, im Laufe des Tages strömten immer mehr Besucher auf das Gelände und ich kam beim Brettchenweben nicht aus dem Erklären heraus, fast ständig standen Leute da und haben geschaut was ich mache, solch interessierte und vor allem nüchterne und freundliche Besucher wünscht man sich auf dem MPS.




 Dank dem guten Besuch wurde der Markt abends verlängert, erst gegen 19 Uhr begann dann der Abbau. Problemlos fand alles wieder seinen Platz im Auto und dank dem herrlichen Sonnenschein musste nichts direkt auf die Leine, das Auto ausladen konnte ganz beruhigt erst am Montag gemacht werden. Achja, am Sonntag Nachmittag wurden Fragebögen verteilt in denen um feedback gebeten wurde, bei manch einem Veranstalter undenkbar, da wird nur das Festivalpublikum via facebook nach der Meinung gefragt…
Insgesamt kann ich nur sagen ein wirklich toller Markt mit einer sehr angenehmen Atmosphäre und einem freundlichen Umgang miteinander, wenn es passt und man mich dort wieder sehen möchte gerne nächstes Jahr wieder.

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